Umwelt

Bürgersteig in Witten verkommt immer mehr zur Müllhalde

Da hat sich was angesammelt: So sah es auf dem Bürgersteig an der Ecke Haupt-/Augustastraße bis gestern Mittag aus. Nicht nur Gelbe Säcke werden dort abgeladen.

Da hat sich was angesammelt: So sah es auf dem Bürgersteig an der Ecke Haupt-/Augustastraße bis gestern Mittag aus. Nicht nur Gelbe Säcke werden dort abgeladen.

Foto: Barbara Zabka / FUNKE Foto Services

Witten.  Die Dreckecke an der Ecke Haupt-/Augustastraße ist stadtbekannt. Jetzt wurde der Bereich ausnahmsweise außerplanmäßig gereinigt.

Diese Dreckecke ist in Witten schon beinahe legendär: An der Hauptstraße in Höhe der Augustastraße stapeln sich rund um den großen Baum ständig Müllsäcke – und zwar nicht nur die gelben. Bis Mittwochmittag (12.6.) sah es wieder besonders übel aus. Die gute Nachricht vorweg: Kurz nachdem die WAZ beim Entsorger AHE nachgefragt hatte, schickte dieser Mitarbeiter vorbei. Nun ist der Müll weg – erstmal. Denn Stadt und AHE kennen die Ecke. „Und sie ist uns ein Dorn im Auge“, sagt Heike Heinzkill (AHE).

Wo Container stehen, sammelt sich auch oft Müll drumherum

Bei der Fläche an der Straßenecke handelt es sich um einen sogenannten Depot-Standort, weil sich dort ein Altglas- und ein Papiercontainer befinden. Gerade solche Standorte würden oft „katastrophal“ aussehen, sagt die AHE-Mitarbeiterin. Denn offenbar nutzen – und das gelte für den gesamten EN-Kreis – Bürger diese gern als Abladestationen für ihren gesamten Müll, manchmal sogar Sperrmüll. „Wo einmal Müll steht, stellen die Leute noch mehr hin“, erklärt Stadtsprecherin Lena Kücük das leidige Problem.

Nicht nur Anwohner stellen ihre Gelben Säcke ab

„Das ist schon störend“, bestätigt eine Anwohnerin, die den vermüllten Platz direkt vor Augen hat. Ratten habe sie dort zwar noch nicht gesehen, aber Leute, die etwas abstellen – und die nicht in der Nähe wohnen. Doch auch Anwohner sollten dort nicht außerhalb der Abfuhrtermine ihre Gelben Säcke hinbringen, betont Heike Heinzkill. Zuletzt sei der Gelbe Müll dort am 1. Juni abgeholt worden, das nächste Mal sei es – trotz möglicher Verschiebungen durch Feiertage – regulär am 15. Juni soweit. Grundsätzlich gelte: Die Gelben Säcke sollen am Abfuhrtag bis 6 Uhr draußen stehen. Das Betriebsamt habe Anwohner deshalb sogar schon angeschrieben. „Aber die Leute lernen das nicht“, so AHE-Mitarbeiterin Heinzkill. Wer allerdings stets den Schwarzen Peter ziehe, „das sind wir, weil unser Logo an den Containern steht“.

Doch den oft gehörten Vorwurf, Stadt und AHE würden sich nicht kümmern, wollen Heinzkill und Kücük so nicht gelten lassen. „Wenn wir den Hinweis bekommen, dass sich außerhalb der Abfuhrintervalle irgendwo ein Berg türmt, holen wir den ab“, sagt die Stadtsprecherin. Auch, damit sich der Müll nicht noch in den Rabatten verteilt.

AHE-Frau Heike Heinzkill betont: „Wir nehmen alles an Müll mit, wenn wir dort planmäßig abfahren.“ Sei die Stelle darüber hinaus verschmutzt, sei die Stadt für die Reinigung zuständig. Stadt und AHE appellieren an die Bürger, Müll ordnungsgemäß zu entsorgen. Sie bitten auch darum, auf Müllhalden wie jene an der Haupt-/Augustastraße hinzuweisen – per Mängelmelder-App oder per Mail ans Beschwerdemanagement der Stadt (witten.de/willkommen-in-witten/kontakt/).

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