Interview

Der Favorit auf den SPD-Vorsitz in Witten setzt auf Nähe

Schon bei den letzten Vorstandswahlen zeichnete sich beim Wittener SPD-Stadtverband ein Generationenwechsel ab. Jetzt könnte Schatzmeister Axel Echeverria (Mitte bzw. 5.v.re.) neuer Parteivorsitzender werden.

Schon bei den letzten Vorstandswahlen zeichnete sich beim Wittener SPD-Stadtverband ein Generationenwechsel ab. Jetzt könnte Schatzmeister Axel Echeverria (Mitte bzw. 5.v.re.) neuer Parteivorsitzender werden.

witten.   Noch ist er nicht gewählt, gilt aber als Favorit auf den SPD-Parteivorsitz in Witten. Die Redaktion entlockte Axel Echeverria erste Antworten.

Bis Ende Mai können die Ortsvereine dem SPD-Stadtverband Vorschläge für die Vorstandswahlen am 29. Juni machen. Einer, der beste Chancen hat, bei der Hauptversammlung im FEZ neuer Parteivorsitzender zu werden, ist Axel Echeverria (39). Er stellte sich am Freitag den Fragen der Lokalredaktion, stets betonend, dass die Gremien das letzte Wort haben und er noch nicht gewählt sei.

Ihr Ortsverein Bommern schlägt Sie als neuer Parteichef vor.

Das ist ein großer Vertrauensvorschuss. Alles Weitere entscheiden die Gremien, und die anderen Ortsvereine können ja auch noch ihre Vorschläge machen. Gerade eben liegt mein Fokus erst aber einmal auf der Europawahl.

Rechnen Sie am 29. Juni mit einem Gegenkandidaten?

Ich fände es jedenfalls nicht schlimm, wenn noch jemand sagt, dass er oder sie es machen würde. Das ist Demokratie. Bei den Grünen wäre es normal, bei uns gleich ein gefühlter Skandal.

Für die Öffentlichkeit sind Sie noch ein ziemlich unbeschriebenes Blatt.

Meine bisherigen Funktionen waren eher in die Partei gerichtet.

Auf welche Themen würden Sie im Falle Ihrer Wahl setzen?

Straßen, Bildung, Wohnen, Soziales sind zentrale Themen. Es gibt viel zu tun in den Kommunen. Sollte die Hauptversammlung mich wählen, wäre ich aber nur ein Teil des 13-köpfigen Vorstandes. Natürlich müssen wir gemeinsam eine Linie finden.

Sie werden dem linken Flügel zugerechnet. Stehen Sie trotzdem für die Einheit der Partei?

Das war ein großer Verdienst von Ralf Kapschack (Anm.d.Red.: dem scheidenden Vorsitzenden). Es ist wichtig, als Partei geeint dazustehen. Da sehe ich momentan nicht die großen Probleme. Wir sind dafür da, uns um die Sorgen und Schwierigkeiten der Menschen zu kümmern, nicht um uns selbst.

Ralf Kapschack hat betont, wie wichtig die Nähe zu den Menschen sei.

Ja, an sie müssen wir noch näher ran. Und über ihre Probleme reden und darüber, warum sie zumindest in Teilen die SPD nicht mehr als erste Instanz sehen, diese Probleme zu lösen.

Sie sind 39. Inwieweit stehen Sie für den Generationswechsel in der SPD?

Mal schauen, wer sich noch zur Wahl stellt. Der Vorstand soll die ganze Breite der Partei darstellen.

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