Gesundheitspolitik

EN-Kreis: Keine Gespräche über neue Psychiatrie in Witten

Noch zieren Diakonissen der Wittener Bildhauerin Christel Lechner den Rasen vor dem Evangelischen Krankenhaus in Witten. Bekommt Witten den Zuschlag für eine neue Psychiatrie, soll auf dem Grün der Neubau entstehen.

Noch zieren Diakonissen der Wittener Bildhauerin Christel Lechner den Rasen vor dem Evangelischen Krankenhaus in Witten. Bekommt Witten den Zuschlag für eine neue Psychiatrie, soll auf dem Grün der Neubau entstehen.

Foto: Jürgen Theobald (theo) / FUNKE Foto Services

Witten.  Die EN-Kreisverwaltung betont: Man habe nur über 16 gerontopsychiatrische Betten am Ev. Krankenhaus geredet, nicht über einen Neubau in Witten.

Unabhängig von einer möglichen Zustimmung für 16 gerontopsychiatrische Betten am Ev. Krankenhaus sieht der Kreis 79 neue stationäre Plätze und 21 Tagesklinikplätze in einer Erwachsenenpsychiatrie dort äußerst kritisch. Beide Dinge dürften nicht miteinander vermischt werden, heißt es in einer Mitteilung nach einem WAZ-Bericht.

„Ja, es ist richtig, der Ennepe-Ruhr-Kreis hat die Pläne für 16 gerontopsychiatrische Betten am Evangelischen Krankenhaus Witten positiv bewertet. Diese Einschätzung ist allerdings in keiner Weise geeignet, um daraus die Position des Kreises zum jetzt geplanten Psychiatrie-Neubau an gleicher Stelle abzuleiten“, so der Kreis.

Neubau sei Idee des NRW-Gesundheitsministeriums

Ein Gespräch über notwendige gerontopsychiatrische Betten zwischen EvK-Geschäftsführer Heinz-Werner Bitter, Landrat Olaf Schade und Fachbereichsleiterin Astrid Hinterthür habe Ende April 2016 stattgefunden. „Seinerzeit hatte das Krankenhaus die Zahl von 16 Betten mit den Krankenkassen verhandelt. Allerdings gaben weder Bezirksregierung noch Ministerium ihre Zustimmung.“ Der Kreis habe dann den Wunsch des EvK unterstützt.

Aber: „Wir haben weder 2016 noch zu einem späteren Zeitpunkt mit Vertretern des Krankenhauses über den Aufbau einer psychiatrischen Vollversorgung und ein Plus von Betten in Witten gesprochen“, stellen Schade und Hinterthür klar.

Dieses Vorhaben, das offenbar vom NRW-Gesundheitsministerium angestoßen worden ist, stehe in Konkurrenz zu den bisher in der psychiatrischen Vollversorgung tätigen Krankenhäusern in Hattingen und Herdecke und schaffe einen weiteren Standort im Nordkreis. Eine Notwendigkeit sieht die Kreisverwaltung aber eher im Südkreis.

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