Bürgerkreis

Gutes aus der Nachbarschaft

Beim ersten Regionalmarkt in Herbede: Dorothea Schulte hatte heimische Stauden und Gehölz im Angebot.

Beim ersten Regionalmarkt in Herbede: Dorothea Schulte hatte heimische Stauden und Gehölz im Angebot.

Foto: WAZ/FotoPool

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Witten. Mit einem Markt auf dem Platz der alten Schmiede startete der Bürgerkreis Herbede erstmals den Versuch, regional angebauten und hergestellten Produkten mehr Platz einzuräumen. Mit dem Erfolg des Erstversuchs sind die Mitglieder durchaus zufrieden.

Conny Brommer vom Bürgerkreis vertritt an diesem Samstag den Hof Sackern aus Wetter und ist begeistert: „Ich habe das Gefühl, nachdem so viele hier über den Platz schlendern und ein wenig verweilen, dass unsere Idee gut angenommen wird.“ Der Bio-Hof, auf dem neben Schweinen und Hühnern auch mindestens ein Bienenvolk wohnt, bietet seinen Kunden nicht nur regionale Produkte, sondern auch einen guten Rund-um-Service an: Abo-Kisten, in denen sich immer eine Auswahl an frischem Obst und Gemüse, wahlweise Eiern oder Brot befindet, können hier bestellt werden. Doch der Stand vom Hof Sackern ist nicht der einzige, der an diesem Tag seine Ware feil bietet.

Honig, Wolle, Gartenpflanzen, Käse und Kartoffeln können erstanden werden – alles aus der nahen Region. Doch wer die letzten beiden Leckereien mit nach Hause nehmen wollte, musste sich beeilen. Bereits mittags waren Kartoffeln und Käse der Hofkäserei Wellie aus Fröndenberg bei Wickede ausverkauft.

Beim nächsten Mal will Saskia Knährich, die den Käse aus dem Ruhrtal unter die Menschen brachte, daher gleich eine größere Auswahl anbieten. Und vielleicht hat sich bis dahin auch schon die Qualität der Ananasrenette herumgesprochen, einer kleinen heimischen Apfelsorte, die es diesmal noch als Geschenk dazu gab. „Wir wollten das erstmal nur ausprobieren. Doch wie man sieht, haben die Produkte reißenden Absatz gefunden“, freut sich Saskia Knährich.

Die Vorteile, die regionale Produkte gegenüber der Massenware aus dem Supermarkt haben, liegen für die Markthändlerin auf der Hand: „Die langen Transportwege fallen weg und wer will, kann sich angucken, wie die Tiere auf den Höfen leben.“

Bauern aus der Region unterstützen

Auch Heike Richart, die als Kundin über den Markt schlendert und noch einen Sack Kartoffeln ergattern konnte, ist begeistert. „Ich würde mich freuen, wenn so ein Markt öfter stattfinden würde. Ich unterstütze die Bauern aus unserer Region gerne und vertraue denen auch mehr.“

Dieter Boele vom Bürgerkreis Herbede hat den Markt mit organisiert und nimmt das rege Interesse der Besucher als Anlass, weitere Pläne zu schmieden: „Das Ergebnis des heutigen Tages gibt uns Recht, in dieser Richtung weiter zu machen.“

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