Schwarzarbeit

IG BAU kritisiert Schwarzarbeit und Lohn-Prellerei

Die Gewerkschaft IG BAU fordert mehr Personal für die Kontrolle von Schwarzarbeit auf dem Bau.

Die Gewerkschaft IG BAU fordert mehr Personal für die Kontrolle von Schwarzarbeit auf dem Bau.

Foto: IG Bau

Witten.  11,5 Millionen Euro Schaden wegen nicht gezahlter Steuern und Sozialabgaben im Jahr 2019: In der Baubranche ist was faul, findet die IG BAU.

Schwarzarbeit, illegale Beschäftigung und Lohn-Prellerei in der Baubranche haben in der Region einen Millionenschaden verursacht. Das teilt die Gewerkschaft IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) mit. Sie beruft sich auf eine aktuelle Auswertung des Bundesfinanzministeriums. Danach deckten Beamte des Hauptzollamtes Dortmund, das auch für den EN-Kreis zuständig ist, im vergangenen Jahr einen Schaden von 11,5 Millionen Euro wegen nicht gezahlter Steuern und Sozialabgaben auf.

Gewerkschaft fürchtet um das Image der Branche

IG BAU-Bezirkschefin Gabriele Henter spricht von einem „erschreckenden Ausmaß krimineller Energie“ auf dem Bau und fürchtet um das Image der Branche. Sauber wirtschaftende Firmen dürfen nicht wegschauen, wenn sich Konkurrenten nicht an die Regeln halten, so die Gewerkschaft. Entscheidend sei aber auch, dass der Zoll schwarze Schafe noch stärker in den Blick nehme.

„Es kommt nicht nur auf die Zahl der Kontrollen an, sondern auch auf die Qualität. Hier braucht die Finanzkontrolle Schwarzarbeit mehr Personal“, fordert Henter. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes stiegen die Bau-Umsätze in den ersten fünf Monaten des Jahres – trotz Corona-Pandemie – um rund sieben Prozent.

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