Bürgerbegehren Gerberviertel

Initiative zweifelt an Rechtmäßigkeit des Ratsbeschlusses

Die Initiatoren des Bürgerbegehrens gegen einen Vollsortimenter im Gerberviertel in Herbede: v.l. Dieter Boele (1. Vorsitzender Bürgerkreis), Gerald Thorlümke (Initiator), Edith Winkelmann (Bürgerkreis/Einzelhandel), Heidrun Kübeck-Wahle (Initiatorin), Heiner Knährich (Initiator). Foto: Michael Korte / WAZ FotoPool

Die Initiatoren des Bürgerbegehrens gegen einen Vollsortimenter im Gerberviertel in Herbede: v.l. Dieter Boele (1. Vorsitzender Bürgerkreis), Gerald Thorlümke (Initiator), Edith Winkelmann (Bürgerkreis/Einzelhandel), Heidrun Kübeck-Wahle (Initiatorin), Heiner Knährich (Initiator). Foto: Michael Korte / WAZ FotoPool

Witten.   Das Klima ist nach Einleitung des Bürgerbegehrens Gerberviertel schärfer geworden. Linke und Bürgerforum leisten Unterstützung.

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Es ist der Ratsbeschluss vom 27. März, der den letzten Anstoß zur Einleitung des Bürgerbegehrens gab - speziell der Satz: „Die Verwaltung wird beauftragt, ... die zur Ansiedlung eines Frischemarktes (Lebensmittel-Vollsortimenter) auf der Fläche ,ehem. Gerberschule’ erforderlichen Planverfahren auf den Weg zu bringen und dem Rat zum Beschluss vorzulegen.“

Das war am Dienstag. „Am Mittwoch haben wir der Stadtverwaltung mitgeteilt, dass wir gegen den Beschluss des Rates ein Bürgerbegehren einleiten werden“, sagt Dieter Boele, 1. Vorsitzender des Bürgerkreises Herbede. Denn dieser Vollsortimenter sei „eine Sache, die aus unserer Sicht für das Herbeder Zentrum schädlich ist“.

Viele Argumente dafür sind bekannt: Die Wittener Straße als trennende Barriere, die erdrückende Konkurrenz zur Meesmannstraße, der Verlust der Brachfläche für Hotel, Gastronomie oder Wohnen. Für alles gibt es auch Gegenargumente. Aber das Klima ist schärfer geworden. Mitinitiator Gerald Thorlümke ist empört, dass eine „stümperhafte Umfrage über ein Gutachten eines renommierten Büros gesetzt wird“.

Das erstere war eine SPD-Befragung, die auch die CDU zum Umdenken veranlasste, das letztere ein Gutachten von „stadt + handel“, das einen Vollsortimenter dort nicht für nötig hält. Boele: „Der Beschluss des Rates wurde gefasst auf Grund von Unkenntnis und falschen Aussagen. Es ist fraglich, ob ein solcher Ratsbeschluss überhaupt rechtens ist.“

Bürgerforum und die Linke stehen mit Logistik und Helfern bereit, denn von den großen Parteien fühlt mancher sich verlassen. Einzelhändlerin Edith Winkelmann: „Die CDU weiß doch, dass der Einzelhandel in der Meesmannstraße sterben wird.“

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