Handball

Lusebrink genießt den TuS jetzt als Fan

Markus Lusebrink (Mitte) als Co-Trainer zu Landesligazeiten im Jahr 2006 auf der TuS-Bank zwischen Karsten Kessler und Björn Gajewski.

Markus Lusebrink (Mitte) als Co-Trainer zu Landesligazeiten im Jahr 2006 auf der TuS-Bank zwischen Karsten Kessler und Björn Gajewski.

Foto: Tanja Schneider

Bommern.   Markus Lusebrink stieg mit dem TuS Hattingen als Torwart und mit dem TuS Bommern als Co-Trainer in die Oberliga auf. Für wen sein Herz am Sonntag schlägt, ist aber klar.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Markus Lusebrink bezeichnet sich selbst als Fan der Verbandsliga-Handballer des TuS Bommern, ist als solcher am Sonntag (11.30 Uhr) selbstverständlich in der Halle, wenn das Nachbarschaftsduell gegen den TuS Hattingen ansteht. Für Lusebrink – der im Vorspiel um 9.30 Uhr selbst noch für die vierte Mannschaft des TuS im Tor stehen wird – ist das Spiel aber nicht nur aufgrund der räumlichen Nähe der Kontrahenten ein besonderes: Lusebrink schaffte zu aktiven beziehungsweise Co-Trainer-Zeiten mit beiden Mannschaften den Aufstieg in die Oberliga.

„Ich war insgesamt zwölf Jahre in Hattingen“, erzählt Lusebrink, „das war eine schöne Zeit, aus der ich immer noch viele Verbindungen und einen Freundeskreis in Hattingen habe, da sprechen wir natürlich auch oft über alte Zeiten.“

Das Highlight dieser Zeiten war natürlich der Oberliga-Aufstieg: Im Jahr 1990 war Lusebrink Torwart der Erfolgsmannschaft, die die rot-weißen Farben in die Oberliga trug. Einer seiner damaligen Mitspieler spielt am Samstag eine der Hauptrollen: Frank Osterloh ist inzwischen Trainer des TuS Hattingen.

Und leistet dort gute Arbeit, wie Lusebrink findet: „Hattingen ist eine ganz junge Mannschaft, die begeisternd offensiv spielt. Dass es in der Defensive dann mal Probleme gibt, können sie meistens im Angriff wettmachen“, erwartet Lusebrink einen offenen Schlagabtausch.

Aber auch vom Bommeraner Team ist Lusebrink überzeugt: „Der Verein funktioniert als Familie richtig gut, und es macht auch Spaß, Fan dieser ersten Mannschaft zu sein.“ Auch für ihn sei der gute Start mit 6:2 Punkten überraschend gekommen, übermütig wird er deshalb aber nicht: „Ich hoffe auf eine sorgenfreie Saison, die obere Tabellenhälfte wäre ein guter Erfolg.“

Er selbst kennt sogar noch bessere Zeiten: Als Abteilungsleiter und Co-Trainer war er 2008 Teil des Bommeraner Oberliga-Aufstiegs.

Mit 17 Jahren schon war Lusebrink Bommerns Bezirksliga-Torwart gewesen, mehr ging damals nicht. Er wechselte zum TuS Hattingen, spielte dort in der Oberliga und kehrte aber schließlich 1998 zum „richtigen“ TuS zurück – nach Hause nach Bommern. Er trainierte die A-Jugend, übernahm die Ämter als Jugendwart, Co-Trainer der ersten Mannschaft und Abteilungsleiter. In seine Zeit fiel auch der Bau des neuen Sportzentrums.

Keine Rückkehr in ein Vereinsamt

Zurück in eine offizielle Funktion zieht es Lusebrink aber nicht: „Ich bin froh, dass ich noch in der vierten Mannschaft spielen kann. Ich habe so vieles beim TuS gemacht, das erlaubt jetzt aber die Zeit nicht mehr.“ Wenn einer der beiden Vereine – ob Bommern oder Hattingen – noch einmal anrufe und nachfrage, sei es „sehr unwahrscheinlich“, dass er noch mal ein Amt übernehme.

Bleibt die Rolle als Fan der ersten Mannschaft – und an der ändert sich auch nichts, wenn es gegen Hattingen geht.

Sein Tipp? „Unentschieden, 25:25.“ Dass er mit einem anderen Ergebnis noch glücklicher wäre, ist beim Ur-Schwarz-Grünen aber keine Frage: „Mein Herz schlägt am Sonntag für Bommern.“

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben