Verkehr

Pferdebachstraße: Neue Gefahr lauert an Wittener Baustelle

Kritisch: Eine Fußgängerin versucht, die Pferdebachstraße zwischen Boni und Gesundheitszentrum zu überqueren.

Kritisch: Eine Fußgängerin versucht, die Pferdebachstraße zwischen Boni und Gesundheitszentrum zu überqueren.

Foto: Jürgen Theobald / FUNKE Foto Services

Witten.  Nachdem die Stadt Witten an der Baustelle schon nachgebessert hat, gibt es wieder Beschwerden: Fußgängern fehlt ein Übergang. Und nicht nur das.

Gerade hat Reiner Krause, der die Baustellen-Hotline der Stadt betreut, einige Problempunkte an der Pferdebachstraße gelöst, da tauchen schon neue Beschwerden auf. Bernd Wittke und Ute Biermann aus Stockum sind oft zu Fuß in der Stadt unterwegs. Sie kritisieren, dass der Weg vom Ev. Krankenhaus Richtung Boni (oder umgekehrt), den sich derzeit Fußgänger und Radfahrer teilen müssen, zu schmal für beide ist. „Das ist eine Katastrophe dort“, sagen sie.

Vor Ort wird klar, was die Stockumer meinen. Wer zum Beispiel an der Ecke steht, an der die Schlachthofstraße abzweigt, der muss aufpassen, dass nicht plötzlich ein Radler um die Ecke geschossen kommt. Besonders eng wird’s auf dem Bürgersteig, den nun Absperrgitter zur Straße hin begrenzen, wenn sich zwei Radfahrer entgegenkommen. Oder wenn Radfahrer auf Fußgänger mit Rollatoren oder Kinderwagen treffen. Das Nadelöhr in diesem Bereich befindet sich zwischen Unterführung und Krankenhaus.

Hier passen kaum zwei Radfahrer aneinander vorbei. Eine Frau steigt vorsichtshalber ab. Und genau das wünscht sich Reiner Krause von den Bürgern: „Natürlich gibt es hier und da leichte Einschränkungen während der Baustelle. Doch wenn jeder ein bisschen Rücksicht nimmt und Radler mal schieben, dann müsste es funktionieren.“ Trotzdem will er sich die Situation heute noch einmal anschauen. „Vielleicht könnte man doch noch ein Hinweisschild aufstellen.“

Kritisch ist die Situation vor allem im Berufsverkehr auch für jene, die zu Fuß von der Schlachthofstraße kommend die Pferdebachstraße überqueren wollen, um zum Care-Center und zur Apotheke zu gelangen (oder umgekehrt). Hier gibt es weder Zebrastreifen noch Behelfsampel.

Eine 65-Jährige hat es gerade mit ihrem Rollator hinüber geschafft. Auf den letzten Metern musste sie sich ziemlich beeilen. Ja, sie finde die Stelle auch gefährlich, räumt aber ein: „Viele Autofahrer fahren vorsichtig.“ Auch diese Problematik ist Reiner Krause von der Baustellen-Hotline nicht unbekannt. Auch hier will er nochmal genau gucken.

Hoffnung auf Hilfe für Seniorin

Krause kümmert sich sogar um Einzelfälle. Aktuell versucht er sicherzustellen, dass eine Anwohnerin der Pferdebachstraße weiterhin mit Lebensmitteln versorgt wird. Seit zwei Haltestellen (in Höhe Eiscafé Vizzini und Ev. Kita) zu einer Ersatzhaltestelle zusammengelegt wurden, kann die Seniorin diese zu Fuß nicht mehr erreichen. Krause hat bei Boni nach einem Lieferservice gefragt, doch den gibt es nicht mehr. Nun wolle er mit der Verkehrsgesellschaft EN verhandeln. Und hofft auf grünes Licht für eine weitere Ersatzhaltestelle.

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