Fridays for Future

Rund 150 Schüler diskutieren mit Wittener Politik

Zeigten Moderator Patrick Pais Pereira (Mitte) und rund 150 Schülern ihre Vorstellung von Europa (v.r.): Klaus Muck (FDP), Mona Neubaur (Grüne), Ulrich Oberste-Padtberg (CDU), Dietmar Köster (SPD), Stefan Borggraefe (Piraten) und Amid Rabieh (Linke).

Zeigten Moderator Patrick Pais Pereira (Mitte) und rund 150 Schülern ihre Vorstellung von Europa (v.r.): Klaus Muck (FDP), Mona Neubaur (Grüne), Ulrich Oberste-Padtberg (CDU), Dietmar Köster (SPD), Stefan Borggraefe (Piraten) und Amid Rabieh (Linke).

Foto: Barbara Zabka

Witten.   Bevor die „Fridays for Future“-Ortsgruppe durch Witten zog, diskutierte sie mit CDU, Grünen und Co. - und machte es manch einem besonders schwer.

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Das hätte eine Schulstunde im Fach Politik wohl kaum bieten können: Vertreter von CDU, SPD, Grünen, FPD, Linkspartei und Piraten diskutieren am Freitag (24.5) zwei Stunden mit rund 150 Teilnehmern der „Fridays for Future“-Demonstrationen über Klima- und Europapolitik. Anschließend trugen die Schüler ihre Transparente und Plakate vom Rathausplatz durch die Innenstadt bis zum Hauptbahnhof.

Der Einladung der Schüler gefolgt waren: CDU-Stadtverbandschef Ulrich Oberste-Padtberg, SPD-Europakandidat und EU-Parlamentarier Dietmar Köster aus Wetter, die Düsseldorfer Grünen-Landesvorsitzende Mona Neubaur, der Ennepetaler FDP-Europakandidat Klaus Muck, der Wittener Ratsherr Stefan Borggraefe von den Piraten und Amid Rabieh vom Landesvorstand der Linken in NRW. Während es für Neubaur von den Grünen ein leichtes Spiel war, die Schüler auf ihre Seite zu ziehen, musste sich insbesondere Oberste-Padtberg von der CDU vielen kritischen Fragen stellen.

Von Home Office bis Gebäudesanierung

Auf die Bitte, eine konkrete Lösung zur Bewältigung der Klimakrise auf europäischer Ebene zu nennen, zeigten sich schnell die unterschiedlichen Positionen der Parteien. „Keine öffentlichen Aufträge für Konzerne, die umweltschädlich produzieren oder wirtschaften“, forderte Rabieh von den Linken. Pirat Borggraefe schlug einen kostenlosen öffentlichen Nahverkehr vor. „Das würde viele vom Auto wegbringen“, so der Wittener Ratsherr.

„Es ist ganz wichtig, ein Investitionsprogramm für Gebäudesanierung auf den Weg zu bringen“, sagte SPD-Mann Köster. Oberste-Padtberg von der CDU wiederum plädierte für „ein leistungsfähiges Schienennetz“, Neubaur von den Grünen für eine Steuer auf Plastik. Zuletzt machte sich Klaus Muck von der FDP für „mehr Investitionen in eine gute Ausbildung“ stark.

Ob die „Fridays for Future“ - wie eigentlich üblich – bereits am ersten Freitag des kommenden Monats erneut auf die Straße gehen will, ist noch nicht geklärt. Beteiligen möchte sie sich aber an einer Großdemonstration in Aachen am 21. Juni.

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