Verkehr

SPD: Buslinie 320 verwirrt Herbeder Fahrgäste

Die Haltestellenänderungen irritieren Fahrgäste der Buslinie 320 in Herbede, meint die SPD.

Die Haltestellenänderungen irritieren Fahrgäste der Buslinie 320 in Herbede, meint die SPD.

Foto: Barbara Zabka / FUNKE Foto Services

Witten.  Die Buslinie 320 macht Herbedern Probleme, kritisieren SPD-Ratsherren. Unter anderem stoppen Busse noch an der alten Haltestelle.

Bei Herbeder Fahrgästen sorgt die Buslinie 320 laut SPD derzeit für Verwirrung. Mit einer Anfrage haben der SPD-Fraktionsvorsitzende Uwe Rath und SPD-Ratsherr Klaus Pranskuweit die Stadtverwaltung auf die Probleme aufmerksam gemacht, die mit der Sperrung der Ruhrbrücke für die schweren Gelenkbusse im Zusammenhang stehen.

Diese hat für drei Haltepunkte Ersatzregelungen nach sich gezogen, die einerseits für die Fahrgäste unklar sind und andererseits nicht von allen Busfahrern verlässlich eingehalten werden, kritisieren die SPD-Politiker. Da die Gelenkbusse nicht mehr über die Herbeder Ruhrbrücke fahren dürfen, informiert ein Aushang an der Haltestelle „Herbede Mitte“ die Fahrgäste darüber, dass sie auf der gegenüberliegenden Straßenseite im Bereich Friedrichstraße einsteigen müssen, wenn sie nach Witten gelangen wollen. „Immer wieder stoppen die Busse aber doch an der alten Haltestelle“, beklagt Klaus Pranskuweit. „Vor allem für Fahrgäste, die nicht so gut sprinten können, ist das ein Problem. Denn es liegen circa 100 Meter zwischen beiden Haltepunkten.“ Für Menschen, deren Beweglichkeit eingeschränkt ist, sei dies schlicht eine Zumutung, betonen die Sozialdemokraten.

Schnellbusse halten nur auf ausdrücklichen Wunsch des Fahrgastes

Zwei Haltestellen fallen aus: Die beiden Haltestellen „Herbeder Straße“ und „Haus Herbede“ werden von der Buslinie 320 aufgrund der Brückenproblematik grundsätzlich nicht mehr angefahren, weil die Gelenkbusse auf die Autobahn ausweichen müssen. Wer wie bisher im Bereich der beiden betroffenen Haltestellen aussteigen möchte, könnte nun die VER-Schnellbuslinien 38 und 67 nutzen. Sie dürfen aufgrund ihrer Normalgröße weiter über die Ruhrbrücke rollen.

„Doch sie halten in der Regel nur auf ausdrücklichen Wunsch des Fahrgastes dort an – und die Fahrer stoppen dort offenbar nur sehr ungern“, schildert Klaus Pranskuweit das Problem. Es handele sich eben nicht um planmäßige Haltepunkte dieser Linien. „Es muss für beide Fälle eine klare Regelung für Fahrer und Fahrgäste geben“, fordert er. Die beiden Sozialdemokraten wünschen sich, dass die Probleme schnell behoben werden. Schließlich müssten die Herbeder sich noch einige Jahre lang mit diesen Regelungen arrangieren. „Der jetzige Zustand ist jedenfalls kein Aushängeschild für einen attraktiven ÖPNV“, betonen die Ratsherren.

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