Unwetter

Sturm legt am Mittwochmorgen Zug von Witten nach Hagen lahm

Glücklicherweise fiel dieser abgeknickte Baum an einem Spielplatz zwischen Schützen- und Röhrchenstraße  nicht auf die Häuser in der Nähe.

Glücklicherweise fiel dieser abgeknickte Baum an einem Spielplatz zwischen Schützen- und Röhrchenstraße nicht auf die Häuser in der Nähe.

Foto: Michael Vaupel

Witten.   Viele umgestürzte Bäume und ein liegen gebliebener Zug: Das sind die Folgen des Unwetters am frühen Mittwochmorgen in Witten gewesen.

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Sturmtief „Burglind“ hielt die Wittener Feuerwehr seit dem frühen Mittwochmorgen mit orkanartigen Böen und Dauerregen in Atem. Sie zählte bis zum Abend rund 30 Einsätze, davon fast 20 am Vormittag.

Meist waren Bäume umgestürzt. In Höhe der Wetterstraße legte der Wind gegen sieben Uhr einen Zug lahm, nachdem eine schief stehende Tanne den Stromabnehmer vom Dach gerissen hatte.

Die S-Bahn, die von Witten nach Hagen fuhr, blieb ohne Strom auf der Strecke stehen – etwa unterhalb von Haus Mallinckrodt an der Stadtgrenze Witten/Wetter/Herdecke. „Aus Sicherheitsgründen wurde dann auch die Oberleitung abgeschaltet“, weil die Gleise betreten werden mussten“, sagt Thomas Becker von der Berufsfeuerwehr.

Sie evakuierte den Zug, in dem nur 25 Fahrgäste saßen. Die setzten nach längerer Unterbrechung ihren Weg nach Hagen mit einem Bus der Bogestra fort. Der Zug wurde erst nachmittags abgeschleppt.

Baum kippt auf Autobahn

Wo sonst noch Bäume umgestürzt waren, rückten die Einsatzkräfte in der Regel mit Sägen an. Betroffen waren etwa die Herbeder Straße, Vormholzer Straße, Heinrich-Heine-Straße, Kellerstraße, der Rheinische Esel, die Kronenstraße, Nachtigallstraße, Bommerholzer Straße, Friedenstraße, Ardeystraße und Dortmunder Straße.

Auf der Autobahn 43 war ein 15 Meter langer Baum zwischen der Auffahrt Herbede und Sprockhövel auf die rechte Spur und den Standstreifen gekippt. Ein Autofahrer fuhr mit seinem Wagen in den Baum hinein. Die A 43 wurde in Richtung Wuppertal gesperrt.

Am Spielplatz zwischen Schützen- und Röhrchenstraße stürzte eine über zehn Meter hohe Birke um. Unter der Last des gesplitterten Baums knickten die eisernen Wäschestangen auf der angrenzenden Wiese wie Streichhölzer weg.

Am Bodenborn hatte sich ein Rollcontainer gelöst und war in ein Auto gekracht. An der Pferdebachstraße wurde nach ersten Angaben ein Bauzaun umgerissen.

Lage beruhigt sich am Vormittag

Gegen halb elf hatte sich die Lage zwar wieder beruhigt. Es gab aber eine neue Unwetterwarnung für Witten. „Es wurde vor schwerem Sturm mit Windgeschwindigkeiten bis zu 100 Stundenkilometern gewarnt“, so Becker.

Der Schwerpunkt wurde zwischen Mittwochmittag und Nachmittag erwartet. Für Witten galt damit ab elf Uhr wieder die zweithöchste Warnstufe Rot. Auch Pfannen wurden von den Dächern gefegt. Zum Glück gab es keine Verletzten.

>>> INFO: Orkan hielt auch Nachbar-Feuerwehren auf Trab

  • Auch die Feuerwehren der Nachbarstädte waren beschäftigt. Um 5.53 Uhr fuhren die Kräfte aus Herdecke zu einem umgestürzten Baum auf der Gederner Straße. Kurz darauf gingen weitere Notrufe bei der Leitstelle ein.
  • Als die Helfer an der B 226 in Gedern eintrafen, waren bereits zwei Fahrzeuge in den auf der Straße liegenden Baum gefahren. Verletzt wurde niemand, die Autos aber beschädigt. Der Baum wurde per Motorsäge entfernt.
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