Kino

Witten: „Film ab“ im ersten Fahrradkino der Ruhrstadt

 

 

Witten.  Medizinstudenten in Witten beschäftigen sich auch mit Kultur. Jedenfalls haben zwei von ihnen ein Fahrradkino auf die Beine gestellt.

Die Corona-Krise fördert gute Ideen zutage. Wer wäre im letzten Sommer schon darauf gekommen, ins Auto-, geschweige denn Fahrradkino zu gehen? Letzteres stellen Studenten der Universität Witten/Herdecke vom 23. bis 26. Juli auf die Beine.

Neben „La Haine“ (23.7.) und „Hidden Figures“ (25.7.) ist der Klassiker „Casablanca“ (26.7.) zu sehen. Außerdem werden fünf Kurzfilme zum Thema „Flucht“ gezeigt. Angeregt wurden die Medizinstudenten Nikolaus Munzig und Jan Bardelle von den Einkaufswagen in den Supermärkten. „Warum nicht auch Fahrräder als Abstandshalter nutzen?“, dachten sich die beiden. Und schon war die Leinwand-Idee geboren.

Witten bietet damit eine „umweltfreundlichere Alternative zum Autokino“

„Wer ein Fahrrad hat oder leihen kann, ist herzlich eingeladen, vorbeizukommen und mit uns Kino zu erleben“, sagt Munzig. „Mit dem Konzept möchten wir gleichzeitig eine umweltfreundlichere Alternative zum Autokino aufzeigen und dabei einer der Wittener Kulturstätten, der Werkstadt, in diesen schwierigen Zeiten ein bisschen mehr Sichtbarkeit verleihen.“

Gefördert wird das Projekt vom Hochschulwerk (HSW) Witten/Herdecke. Es hatte einen Förderwettbewerb in Höhe von 10.000 Euro für studentische Projekte ausgeschrieben. „Wir haben uns in der zweiten Woche unserer Projektausschreibung für das Fahrradkino entschieden, weil durch die kreative Idee, Kino nach draußen zu verlegen und lokale Strukturen Wittens zu verbinden, vor allem ein nachhaltig-ökologisches Zeichen gesetzt wird“, begründet Kommunikationsvorstand Linus Binger, warum das HSW sich für die Förderung dieses Projektantrags entschieden hat.

„Es wird nämlich dabei nicht nur das ökologische Mobilitätsmittel Fahrrad betont, sondern auch ein sozialer Raum geschaffen, in dem sich trotz Corona begegnet werden kann und der durch gehaltvolle Filme ein Boden für gemeinsame gesellschaftliche Auseinandersetzung bietet.“

Einlass ist immer ab 21.30 Uhr. Da die Zuschauerzahl pro Abend auf 75 Personen beschränkt ist, ist eine Voranmeldung mit dem Betreff „Fahrradkino + Filmtitel“ unter Angabe von Name, Adresse und Telefonnummer in Form einer E-Mail nötig: anmeldung@unikat.events.

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