Gericht

Witten: Pfarrhausbande möchte vor Gericht Einbrüche gestehen

Im Gemeindehaus Maximilian-Kolbe in Witten hat die Pfarrhaus-Bande nach ihrem Einbruch deutliche Spuren hinterlassen, die Pfarrer Christian Gröne  zeigt. Im Arbeitszimmer brachen sie einen Schnrank auf und stahlen einen Wandtresor. Nun stehen die Täter vor Gericht.

Im Gemeindehaus Maximilian-Kolbe in Witten hat die Pfarrhaus-Bande nach ihrem Einbruch deutliche Spuren hinterlassen, die Pfarrer Christian Gröne zeigt. Im Arbeitszimmer brachen sie einen Schnrank auf und stahlen einen Wandtresor. Nun stehen die Täter vor Gericht.

Foto: Barbara Zabka / FUNKE Foto Services

Witten.  Eine Bande soll in ganz NRW in Pfarrhäuser eingebrochen sein – nun stehen drei Angeklagte vor Gericht. Sie wollen aber nur neun Taten gestehen.

Im Prozess gegen die Pfarrhausbande, die auch in Witten in ein Pfarrhaus eingebrochen sein soll, deutet sich eine Verständigung zwischen Gericht und Angeklagten an. Laut dem Vorsitzenden Richter Große-Feldhaus am Landgericht Bochum seien entsprechende Gespräche geführt worden. Die drei Angeklagten, zwei 44 und 28 Jahre alte Männer und eine 47-jährige Frau, könnten neun Taten gestehen und hätten dann mit Haftstrafen zwischen sechs und neun Jahren zu rechnen.

Was ist mit den restlichen Einbrüchen?

Für die Verteidiger stellt sich die Frage, was mit den übrigen angeklagten Einbrüchen und Raubdelikten sei. Die Beweislage ist schwierig. Es gibt Protokolle von Telefonüberwachungen. Dabei zeigte sich, dass Handys der Angeklagten zur Tatzeit am Tatort eingeloggt waren. Weiterhin gibt es vereinzelte DNA-Spuren, etwa an einem Schlüssel an einem der Tatorte. Außerdem ist einer der Angeklagten auf der Überwachungskamera einer Tankstelle zu sehen. Fraglich bleibe, ob dies als Beweis einer Mittäterschaft zu werten sei.

Auf das Konto der Täter sollen mindestens 30 Einbrüche in Gemeindebüros, Wohnungen von Pfarrern sowie einsam gelegenen Einfamilienhäuser, die vornehmlich von älteren Damen bewohnt wurden, gehen. Die Beute betrug laut Staatsanwaltschaft rund 90.000 Euro.

Beim Einbruch ins Pfarrhaus der Maximilian-Kolbe-Gemeinde erbeuteten die Täter am 5. Mai 2017 unter anderem Schmuck sowie einen Tresor mit 500 Euro. Die Angeklagten sollen sich mit weiteren Tatverdächtigen zu einer Bande zusammengeschlossen haben und schlugen laut Anklage zwischen März 2016 und August 2018 zu. Sie müssen sich wegen Bandendiebstahl, Wohnungseinbrüchen, schwerem Raub und Körperverletzung verantworten. Der Prozess wird fortgesetzt.

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