Gericht

Wittener muss 1000 Euro zahlen für Angriff auf Polizisten

Foto: David-Wolfgang Ebener / dpa

Witten.  Der 31-jährige Student aus Witten hat nicht nur einen Polizisten verletzt, sondern die Beamten auch beleidigt. Es fielen derbe Schimpfworte.

Wegen tätlichen Angriffs auf Polizeibeamte musste sich am Dienstag ein 31-jähriger Student aus Witten vor dem Landgericht Bochum verantworten. Am Bahnhof in Witten waren am 14. April 2018 rechte Demonstranten mit linken Gegendemonstranten aneinandergeraten.

Wittener mischte sich in die Auseinandersetzung während der Demo ein

Die Polizei kesselte die Rechtsextremen in der Bahnhofshalle ein und überprüfte die Personalien. Der Wittener mischte sich ein und provozierte mit dem Spruch „Ihr habt den Krieg verloren“. Anschließend wollte der Angeklagte in die Bahnhofshalle. Daran hinderte ihn ein Polizist. Es gab eine Schubserei. Der Beamte wollte den Mann wegdrücken, der Angeklagte wehrte sich. Dabei kam es zumindest zu einem Schlag. Der Beamte erlitt eine Daumenverletzung.

Schließlich kam ein zweiter Polizist zu Hilfe. Er zog den Wittener von hinten an den Haaren und brachte ihn zu Boden. Anschließend wurde der Mann gefesselt. Während der Auseinandersetzung soll der Mann die Beamten als „Bullenschweine“ und „Nazischweine“ beschimpft haben. Möglicherweise habe er sie als „Wichser“ beschimpft, äußerte der Angeklagte.

Angeklagter hatte Berufung eingelegt

Für den Verteidiger war die Kernfrage, ob hier Gewalt vorlag oder wirklich ein tätlicher Angriff auf Polizeibeamte. Für letzteres gilt ein erhöhter Strafrahmen von mindestens drei Monaten Haft bzw. 90 Tagessätzen Geldstrafe.

Das Amtsgericht hatte den Mann bereits im Februar 2019 wegen der Tat zu 1100 Euro Geldstrafe verurteilt. Dagegen hatte der Angeklagte Berufung eingelegt. Das Bochumer Landgericht verurteilte ihn jetzt zu 1000 Euro Geldstrafe wegen tätlichen Angriffs und Beleidigung.

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