Oktoberfest

Wittener Oktoberfest: „Von den Herbedern, für die Herbeder“

Machen das Oktoberfest möglich: V.l. Johannes Einig (AHE), Dr. Silvia Nolte (Stadtmarketing), Andreas Nowag (Schaustellervereinigung), Organisatorin Gudrun Dönhoff, Jörg Rumberg (Werbegemeinschaft Herbede), Manuel Stober (Autohaus Wicke) und Björn Pinno (Ruhrtal Verlag).

Machen das Oktoberfest möglich: V.l. Johannes Einig (AHE), Dr. Silvia Nolte (Stadtmarketing), Andreas Nowag (Schaustellervereinigung), Organisatorin Gudrun Dönhoff, Jörg Rumberg (Werbegemeinschaft Herbede), Manuel Stober (Autohaus Wicke) und Björn Pinno (Ruhrtal Verlag).

Foto: Barbara Zabka / FUNKE Foto Services

Witten.  In zwei Wochen ist es wieder soweit: Die Herbeder Meesmannstraße wird zur Bayrischen Wiesn. Nicht nur kulinarisch soll es diesmal besser werden…

Das Herbeder Oktoberfest steht in den Startlöchern – und Organisatorin Gudrun Dönhoff-Aufermann hatte für die 33. Ausgabe (4. bis 6. Oktober) große Pläne: Eine kulinarische Aufwertung, mehr hochwertige Händler, vielfältigere Aktivitäten. Das Ergebnis steht jetzt fest – und hält die ein oder andere Neuerung bereit. Björn Pinno vom Ruhrtalverlag fasst zusammen: „Das Fest soll wieder darauf reduziert werden, was es ursprünglich mal war: Ein Ortsfest von den Herbedern, für die Herbeder.“

Michael Wurst ist wieder dabei

Traditionell beginnt das Oktoberfest am Freitag, 4. Oktober um 17 Uhr mit dem Umzug vom Markuszentrum bis zum Platz an der Schmiede. Um 17.30 Uhr folgt der Fassbieranstrich durch die stellvertretende Bürgermeisterin Beate Gronau. Dann heißt es für die nächsten zwei Tage: „O’zapft is!“ Freitag Abend legt Michael Wurst den ersten Gesangsauftritt hin. „Der war schon früher immer beim Oktoberfest dabei und tritt dieses Jahr endlich wieder auf“, sagt AHE-Mitarbeiterin Claudia Gah. Die AHE unterstützt das Oktoberfest zum ersten Mal: Nicht nur finanziell, sondern auch durch die kostenlose Abfallentsorgung. „In den letzten Jahren waren die Mülleimer oft überfüllt, weil die Stadt nicht mit dem Leeren hinterher kam“, erinnert sich Jörg Rumberg von der Werbegemeinschaft. Diese Zeiten sind jetzt vorbei.

Fast 60 Stände werden sich in diesem Jahr entlang der Meesmannstraße aufreihen. Ursprünglich sollte die Reihe gekürzt werden und nur noch bis zur Höhe von Gassmann reichen. Doch dem Dreiergespann von Veranstaltern ist es gelungen, viele neue Standbetreiber ins Boot zu holen. Neben den Stadtwerken gehören die Herbeder Werbegemeinschaft und die Wittener Schaustellervereinigung in diesem Jahr zu den Veranstaltern. „Dieses Jahr sind weniger Genussstände dabei“, sagt Dönhoff-Aufermann. Dafür mit mehr Qualität: Die Restaurants Jever Krog und Kutschers Delikatessen und Wein stellen zum Beispiel viele Beilagen für das große Pellkartoffelessen am Sonntag zur Verfügung. Außerdem soll es an den Ständen mehr saisonales Essen geben.

Mit der Bimmelbahn über die Meesmannstraße

Auf dem Bauernmarkt auf der Höhe von Gassmann steht am Samstag eine Kunsthandwerkermeile, am Sonntag gibt es hier Käse, Honig und Tee zu kaufen. Wer nicht nur schauen, sondern aktiv werden möchte, der kann sich für die Bayern-Olympiade am Samstagnachmittag anmelden: Noch bis zum 3. Oktober werden Vierer-Teams gesucht, die im Kuhmelken, Nagelbalken und Bierkrugstemmen gegeneinander antreten. Zu gewinnen gibt es einen bayrischen Frühstückskorb. Ein Karussell und andere Fahrgeschäfte werden hauptsächlich auf dem Platz vor der Sparkasse aufgebaut. Für die Kleinen gibt es natürlich auch wieder Kinderschminken und ein Bungee Trampolin.

Erstmals fährt in diesem Jahr am Sonntag eine Bimmelbahn über die Meesmannstraße. „Das ist natürlich besonders schön für die Kinder, aber auch für Besucher, die nicht mehr gut zu Fuß sind“, sagt die Organisatorin. Sonntag haben auch die Geschäfte entlang des Festes geöffnet. Ebenfalls neu: Einige Bäume entlang der Straße werden abends beleuchtet. Geschmückt wird ansonsten typisch bayrisch: Mit Wimpeln in blau und weiß.

Nur eine Bühne wird bespielt

Anstelle einer zweiten Bühne stellen die Stadtwerke diesmal ein Festzelt, das vor Gassmann stehen wird. Dass nur eine Bühne bespielt wird, hat aber nicht nur Kostengründe: „Unsere Idee war es, auch ruhigere Bereiche zu schaffen, damit es nicht überall laut ist und man sich in Ruhe unterhalten kann“, sagt Dönhoff-Aufermann. Auf kleinen Podesten wird es dort trotzdem Musik zu hören geben – aber unplugged, statt mit Verstärkern. Auf der von der Sparkasse gesponserten Hauptbühne wird es wie immer Musik zum Feiern und Tanzen geben: Popschlager, Bayrische Musik, Rock-Oldies und Jazz. Das bunte Musikprogramm wurde von Heinz Sprinke von Eventexpress zusammen gestellt.

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Mit dem Autohaus Wicke ist dieses Jahr noch ein neuer Sponsor dabei. Neben dem finanziellen Beitrag trägt das Autohaus auch etwas zum Programm bei: Mit einer kleinen Automeile. „Wir wollen etwas Farbe ins Spiel bringen“, sagt Mitarbeiter Manuel Stober. Neben den bunten Modellen werden auch einige E-Autos auf dem vorderen Teil der Meesmannstraße zu sehen sein.

„Unser Ziel war diesmal vor allem, dass sich das Fest selbst trägt“, so die Organisatorin, „und das haben wir auch geschafft.“ Jetzt bleibt nur noch ein letzter Wunsch: „Wir hoffen, dass das Wetter gut wird.“

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