Schulfest

Wittener Schüler spielen sich um die Welt

Gar nicht so leicht: Phong (re.) malt auf einem Blatt sein Tierkreiszeichen nach. Hinter ihm wartet Bruder Nhat auf einen freien Platz. Beim „Fest der Kulturen“ lernten die Crengeldanz-Schüler die Sitten anderer Länder kennen. Barbara Zabka

Gar nicht so leicht: Phong (re.) malt auf einem Blatt sein Tierkreiszeichen nach. Hinter ihm wartet Bruder Nhat auf einen freien Platz. Beim „Fest der Kulturen“ lernten die Crengeldanz-Schüler die Sitten anderer Länder kennen. Barbara Zabka

Witten.  Beim „Fest der Kulturen“ zeigen Crengeldanz-Schüler, wie gut sie sich in der Welt auskennen. Besonders das „Diketo“-Spiel ist der Renner.

Noel stöhnt und schlägt mit der Faust in den Sand. „Boah, ist das schwer.“ Er wirft fünf kleine Steinchen zurück in die Sandkuhle und reicht einen etwas größeren Stein an Hendrik weiter. „Diketo“ heißt das knifflige Spiel aus Botswana. Beim „Fest der Kulturen“ reisen die Crengeldanz-Schüler an einem Nachmittag um die Welt – um am Ende bei einem tollen Buffet zu landen.

170 Kinder besuchen die Grundschule am Crengeldanz. Sie haben Wurzeln in 17 verschiedenen Nationen. „Die Schüler leben und lernen jeden Tag zusammen“, sagt Schulleiterin Julia Debus. „Es ist uns wichtig, dass die Kinder die anderen Länder und Kulturen kennenlernen und wertschätzen.“ Auf einem langen Buffet stehen türkische Blätterteig-Kuchen, arabische Kichererbsen-Bällchen und asiatische Röllchen. Aber bevor es ans Naschen geht, haben die Kinder noch eine Aufgabe. Jeder Schüler trägt einen Zettel um den Hals. Darauf sind schwarz-weiße Weltkarten abgedruckt. Und die gilt es nun mit Farbe zu füllen.

„Juhu, ich bin ein Tiger“

An jeder der sieben Stationen lernen die Kinder etwas über ein Land und seine Sitten. Croquet spielen in Frankreich, Sackhüpfen in Deutschland, Sprachen lernen in Polen. Wer eine Aufgabe gelöst hat, darf ein Land auf der Weltkarte bunt anmalen. Nach vier Ländern gibt’s ein Stück Kuchen.

Phong hat sich zuerst an den asiatischen Tisch gesetzt. Dort lernt er, dass es in China zwölf Tierkreiszeichen gibt. Phong ist im Jahr des Ochsen geboren. Konzentriert malt er das chinesische Zeichen für Ochse auf ein Blatt. Hinter ihm tritt sein Bruder Nhat von einem Bein aufs andere. Er will auch endlich dran kommen. Der Achtjährige schaut auf einer Drehscheibe nach, welches Tier zu seinem Geburtsjahr passt. „Juhu, ich bin ein Tiger“, ruft Nhat.

„Diketo“ trainiert Hand-Auge-Koordination

Denisa rennt einmal quer über den Hof. Sie hat auf ihrem Zettel schon drei Länder angemalt – Deutschland, Frankreich und Botswana. Ob sie erklären kann, wo die Länder liegen? „Na klar! Die liegen, da, da und da“, sagt das Mädchen und zeigt auf die drei Stationen, die sie eben besucht hat.

Vor Botswana hat sich inzwischen eine kleine Schlange gebildet. Es können nur vier Kinder gleichzeitig im Sand sitzen und „Diketo“ spielen. Wer dran ist, muss den größeren Stein in die Luft werfen und dabei die fünf kleinen Steine aufheben, bevor der große Stein wieder in der Hand landet. „Das fordert ganz schön die Hand-Auge-Koordination“, sagt Sportlehrerin Nadine Specht. Und wer bei „Diketo“ gewinnt, steht vor einer fast noch schwereren Aufgabe: Denn wo auf der Weltkarte liegt bloß Botswana?

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