Schulstatistik

Wittens Schülerzahl sinkt – wenn auch langsam

Die Holzkamp-Gesamtschule ist Wittens größte Schule und bei Eltern und Kindern überaus beliebt.

Die Holzkamp-Gesamtschule ist Wittens größte Schule und bei Eltern und Kindern überaus beliebt.

Foto: Jürgen Theobald / WAZ FotoPool

Witten.  Auf welche Schulen verteilen sich wie viele Kinder? Und welche sind besonders beliebt? Das verrät ein Blick in die Wittener Schulstatistik.

Die Zahl der Kinder, die in Witten zur Schule gehen, nimmt ab. Wurden im Jahr 1990 noch 11.403 Kinder beschult, waren es im letzten Jahr nur noch 9.361 Kinder. Das geht aus der aktuellen Schulstatistik der Stadt hervor. Aber: Seit 2013 sinkt die Zahl der Kinder relativ langsam.

Blicken wir auf die Grundschulen: Am größten sind die Bommeraner Brenschenschule (264 Kinder), gefolgt von Hellweg- und Hüllbergschule (je 225). Wittens kleinste Grundschulen sind die jeweils einzügige Borbachschule (106 Kinder), Buchholzer und Vormholzer Grundschule (je 110).

Oft liegt die Klassenstärke bei 23 oder 24 Kindern. In manchen Schulen kann es im Klassenzimmer eng werden: etwa in der Hellwegschule mit 28 oder 30 Kindern pro Klasse, ebenso in der Dorfschule, der Vormholzer oder der Borbachschule. Liegt das am guten Ruf der Schule oder steigt die Zahl der Kinder in diesen grünen Wohngebieten an?

„Durch Zuzüge, Wegzüge, Entstehung von Neubaugebieten oder Generationenwechsel in Baugebieten können diese Zahlen deutlich schwanken“, sagt Heidrun Hitz vom Jugendamt. „Aber es spielen auch Interessen von Familien eine Rolle, die sich für eine Anmeldung an einer anderen Schule als der nächstgelegenen entscheiden.“ Die Gründe dafür seien vielfältig: das Konzept der anderen Grundschule, die Betreuung nach der Schule kann durch Großeltern in einem anderem Stadtteil sichergestellt werden oder Freunde besuchen die andere Grundschule. Im Prinzip aber wählen die meisten Eltern die Schule für ihr Kind aus, die am nächsten liegt.

Wie beliebt sind die weiterführenden Schulformen?

Die Holzkamp-Gesamtschule bleibt Wittens größte Schule mit 1170 Schülern: Im Schnitt verteilen sich 140 Kinder auf fünf Klassen. Hardenstein zählt aktuell 873 Schüler, der neue fünfte Jahrgang startete nur mit 104 Kindern. Zahlenmäßig gehen aber die meisten jungen Wittener aufs Gymnasium. Das Albert-Martmöller zählt 943 Schüler, es folgen Ruhr (771) und Schiller (678). Alle neuen fünften Klassen sind bis ans Limit gefüllt, mit 28 bis 31 Kindern.

Auch die drei Wittener Realschulen können sich über Kindermangel nicht beklagen: 445 Schüler besuchen die Adolf-Reichwein-Realschule, 533 die Otto-Schott, 316 Helene-Lohmann. Deutlich sieht man in der Schulstatistik, wie die Zahl der Realschüler mit jedem Jahrgang steigt – unter anderem, weil Abgänger aus den Gymnasien hinzukommen.

„Auffangbecken“ Hauptschule

Ein Blick auf die Hauptschule: Das Zahlenwerk belegt, dass man die Freiligrathschule nicht – wie bereits die Overbergschule – auslaufen lassen dürfte. Die fünfte Klasse ist zwar nur mit 32 Kindern gestartet, danach steigt die Schülerzahl aber kontinuierlich an. Das „Auffangbecken“ Hauptschule nimmt Sitzenbleiber oder Hinzugezogene auf. Wenn die Otto-Schott-Realschule ab 2022 als größere Gesamtschule neu beginnt, müssen dort diese Kinder aufgefangen werden.

Die Schulplatzvergabe nach dem Motto „Wittener first“ gilt erst seit Kurzem. Deswegen ist die Zahl auswärtiger Schüler in der Schulstatistik weiterhin hoch. Die Gesamtschulen werden von über 450 Nicht-Wittenern besucht. An den Realschulen sind es knapp 200 Kinder aus der Umgebung, an den Gymnasien 170. Die meisten auswärtigen Schüler kommen aus Herdecke, Wetter und Sprockhövel.

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