Zusammenstoß

Zugunglück in Witten: Entgleiste Waggons sind geborgen

Nach dem Zugunglück in Witten-Herbede: Hier kann man erkennen, wie sich der flache Waggon unter den Hochwaggon geschoben und diesen angehoben hat.

Nach dem Zugunglück in Witten-Herbede: Hier kann man erkennen, wie sich der flache Waggon unter den Hochwaggon geschoben und diesen angehoben hat.

Foto: Haberhausen/TER

Witten.  Nach dem Zusammenstoß zweier Güterzüge in Witten-Herbede hat die Bahn die entgleisten Waggons geborgen. Die Suche nach der Unfallursache läuft.

Nach dem Zugunglück in Herbede normalisiert sich die Situation vor Ort wieder. Zwei Güterzüge waren in der Nacht zu Dienstag (20.8.) zusammengestoßen. Bis in den späten Abend waren Mitarbeiter der Deutschen Bahn am Dienstag noch vor Ort. Sie kümmerten sich um die Bergung der entgleisten Waggons.

Inzwischen ist die Strecke wieder geräumt, sie wurde am späten Nachmittag auch freigegeben – mit Einschränkungen. Eine Fachfirma habe die Schienen am Mittwoch (21.8.) genau überprüft und kleine Schäden festgestellt, so Bernd Haberhausen, Geschäftsführer der Touristik-Eisenbahn-Ruhrgebiet (TER). Als Sofortmaßnahme würden zunächst Abstandshalter eingebaut, damit die Gleise zumindest mit Schrittgeschwindigkeit befahrbar sind und Schrottgroßhändler Bötzel die Waggons wieder be- und entladen kann.

Kripo sucht weiter nach der Unfallursache

Der TER gehört die Bahnstrecke, die über das Privatgelände des Herbeder Schrottgroßhandels führt. Dort war mitten in der Nacht ein Güterzug auf einen wartenden Zug aufgefahren. Dabei wurden die beiden Lokführer leicht verletzt. Der Sachschaden liegt bei mehreren 100.000 Euro.

Die Kriminalpolizei ermittelt weiterhin die Unfallursache. Es ist unklar, warum sich der zweite Zug überhaupt auf der Strecke befand. Dazu werden die Fahrtenschreiber ausgewertet. Außerdem wird es Vernehmungen geben.

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