Jubiläum

25 Jahre Nudelproduktion auf Hof Teiche: Spiralen und Spaghetti

Herbert Feige produziert seit 25 Jahren Nudeln auf Hof Teiche in der "Wittgensteiner Schweiz". Hier zeigt er die herkömmlichen Eiernudeln und Vollwertprodukte mit Dinkelgrieß.

Foto: Christoph Vetter

Herbert Feige produziert seit 25 Jahren Nudeln auf Hof Teiche in der "Wittgensteiner Schweiz". Hier zeigt er die herkömmlichen Eiernudeln und Vollwertprodukte mit Dinkelgrieß. Foto: Christoph Vetter

Christianseck.   Seit 25 Jahren produziert Herbert Feige Wittgensteiner Schweiz Nudeln selbst. Auf die Idee kam er, weil die Kinder nur Pommes essen wollten.

Sie kommen in langen Fäden aus der kleinen Öffnung oder sie drehen sich einmal um die eigene Achse, kringeln sich in drei bis vier Zentimeter lange Stücke. Fertig sind die Spaghetti oder Spiralnudeln dann aber noch nicht. Reichlich Erfahrung mit diesem Nahrungsmittel hat Herbert Feige vom Hof Teiche in der Wittgensteiner Schweiz; denn genau seit 25 Jahren läuft bei ihm im Keller die eigene Nudelproduktion – mit Erfolg.

25 Jahre Nudelproduktion in der Wittgensteiner Schweiz

25 Jahre Nudelproduktion auf Hof Teiche in der Wittgensteiner Schweiz. Video: Christoph Vetter
25 Jahre Nudelproduktion in der Wittgensteiner Schweiz

Wie es damals begonnen hat, dass ist dem heute 62-jährigen Inhaber von „Hof Teiche“ noch gut in Erinnerung: „Da hat bei uns ein Vertreter übernachtet, der handelte mit Nudelmaschinen. In einem langen Gespräch hat er mir ein Angebot gemacht. Das war zwar viel Geld; aber ich habe die Maschine gekauft.“

Kinder essen zu viel Pommes - das war die Motivation

Feige hatte aus seiner Sicht einen guten Grund dafür: „Mich hat es immer aufgeregt, dass die Kinder nur Pommes haben wollen. Pommes, nichts als Pommes; dabei ist die Nudel doch eine hervorragende Alternative.“ Also hat der „Tiche Herbert“, wie ihn seine Freunde und Stammgäste nennen, zunächst für den Eigenbedarf produziert. Dann tauchte der Vertreter erneut auf, erzählte vom Verkauf der Nudeln in Tüten. „Es dauerte nicht lange, da lag die erste Auswärts-Lieferung in der Metzgerei von Jens Bätzel in Wundert­hausen“, blickt Feige auf die Anfänge zurück. Heute liegen Nudelprodukte „Made in Wittgen­steiner Schweiz“ in zahlreichen Verbrauchermärkten in Wittgenstein, dem Sauerland und in Hessen.

Eier als Zutaten kommen von den Hofläden

Hofläden, die die Feige-Nudeln ebenfalls vertreiben, liefern ihrerseits die Eier, die Herbert Feige wiederum in den Nudeln verarbeitet. Hinzu kommt Harzweizengries, Wasser und eine gute Prise Salz. Der Nudelteig wird ein paar Minuten in der Maschine geknetet, die dann – sozusagen im Rückwärtsgang – den Teig durch kleine Öffnungen in Form der späteren Nudel ausspuckt. Im Trockenraum „reifen“ die geformten Stücke dann unter Ventilator-Belüftung, anschließend werden sie eingetütet, abgewogen. Dann fehlt nur noch das Etikett für die verschiedenen Verkaufsstellen, die Feige überwiegend selbst beliefert. An einen Online-Shop denkt Feige selbst nicht; denn der Versand würde wohl zu teuer: „Wenn ich die Tüten verschicken soll, würde das Porto wahrscheinlich höher sein, als der Nudeln Wert sind“, glaubt er.

Und wo liegt der Unterschied seiner hausgemachten Nudeln zu denen aus den Fabriken namhafter Hersteller? „Die haben doch meistens keine Eier drin und billigen Grieß“, glaubt der 62-Jährige an seine Kreationen.

Fester Kundenstamm

So hat sich der Nudelproduzent im Laufe der Jahre einen festen Kundenstamm geschaffen, die den Umsatz der ersten Jahre bis heute verdreifacht haben. Gut und gerne 500 Eier werden inzwischen pro Woche in den Nudelteig geschlagen. Bandnudeln und Spiralnudeln sind die Renner, weiß Feige, der Spaghetti am liebsten nur auf Bestellung produziert, „weil das viel mehr Handarbeit ist, als bei den anderen.“

Und dann gibt es auch noch die Form „Hahnenkämme“ - „Das sind die Lieblinge meiner beiden Enkelinnen Melissa und Fiona. Die essen sie am liebsten“, freut sich Opa Herbert, dass die Kinder heutzutage doch nicht nur Pommes haben wollen.

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