Dorfjubiläum

2500 Menschen feiern bei Sternwanderung in Schameder

Die Sternwanderung lockt am 1. Mai rund 2500 Menschen aus allen Himmelsrichtungen auf den Flugplatz in Schameder. Zu Fuß, mit dem Fahrrad und dem Auto pilgern die Gäste auf das weitläufige Areal, wo eine Mischung aus Flugtag, Open-Air-Konzert und Partymeile wartet

Die Sternwanderung lockt am 1. Mai rund 2500 Menschen aus allen Himmelsrichtungen auf den Flugplatz in Schameder. Zu Fuß, mit dem Fahrrad und dem Auto pilgern die Gäste auf das weitläufige Areal, wo eine Mischung aus Flugtag, Open-Air-Konzert und Partymeile wartet

Foto: Carolin Battenfeld

Schameder.   „Silvesterparty und Festkommers waren auch gut besucht, aber dieser Andrang ist einfach wahnsinnig - im besten Sinne“, sagt Philipp Dreisbach.

„Wir haben mit vielen Leuten gerechnet, aber dass es dann so viele sind, ist einfach der Wahnsinn“, freut sich Tim Saßmannshausen, der Ortsvorsteher des Jubiläumsdorfes Schameder.

Nach dem erfolgreichen Auftakt mit der Silvesterparty und dem ungewöhnlichen Festkommers, knüpft Schameder mit der Sternwanderung am 1. Mai an die Erfolgssträhne der vergangenen Veranstaltungen an.

Die Sternwanderung hat Wanderer oder Radfahrer von verschiedenen Ausgangspunkten zum gleichen Ziel geführt: Sie alle feiern mit der Dorfgemeinschaft Schameder das 700-jährige Bestehen des Ortes.

Programmplanung

„Natürlich haben wir uns im letzten Jahr auf allen Feiern, die wir besucht haben, umgeschaut und versucht, uns die besten Sachen zu merken und umzusetzen“, gibt Saßmannshausen lachend zu. „Aber ich glaube, dass ist normal und offensichtlich hat es geholfen. Wenn man sich umschaut und merkt, dass der Platz zwei Stunden nach der Eröffnung schon voll ist, dann ist das der Wahnsinn“, wiederholt sich der überglückliche Ortsvorsteher und merkt weiter an, „dass mindestens 2500 Leute locker hier oben sind.“

Das Wetter spielte dem Planungskomitee dabei in die Karten: „Wir haben gehofft und gebangt, Tage vorher stündlich die Wetterprognosen aktualisiert und als wir uns sicher waren, dass das Wetter wirklich so gut ist, haben wir aufgeatmet“, ergänzt Philipp Dreisbach, Sprecher des Planungsteams.

Neben dem Wetter sorgt auch die Partyband „Sepp und die Steigerwälder Knutschbär`n“ – bekannt vom Oktoberfest Glashütte – für ausgelassene Stimmung. „Ich hab’ da vorne schon jemandem auf dem Tisch tanzen sehen, ich glaube das zeugt von guter Stimmung“, sagt Dreisbach.

Für das leibliche Wohl der Besucher ist gesorgt. Leckeres vom Grill, ein Foodtruck und genug Bierzapfstellen, damit keiner lange warten muss, zeigen die sorgfältige Planung durch das eigens gegründete Komitee.

„Wir möchten uns an dieser Stelle bei allen bedanken, die geholfen haben“, sagt Dreisbach. „Allein die Frauen aus dem Dorf haben 100 Kuchen gebacken, die wir heute hier anbieten können. Für die Radfahrer wurde eigens ein Fahrradstellplatz eingerichtet, damit jeder weiß, dass sein Rad an einem sicheren Platz steht und man sich voll und ganz auf die Feierlichkeiten konzentrieren kann.“ Ein Kinderparadies mit Hüpfburgen und Rundflüge des Flugsportvereins runden das Programm ab. Für die Besucher bleiben kaum Wünsche offen.

Wertschätzung

„Wir können sagen, dass die Sternwanderung die bis jetzt größte und erfolgreichste Veranstaltung von uns in diesem Jahr ist“, sagt Dreisbach. „Silvesterparty und Festkommers waren auch gut besucht, aber dieser Andrang ist einfach wahnsinnig - im besten Sinne.“

Als Feudingen im letzten Jahr Jubiläum gefeiert hat, besuchten die Schamederschen die Feierlichkeiten mit 140 Personen. Diesen Rekord wollten die Feudinger in diesem Jahr knacken. „Ich habe mir sagen lassen, dass ich die Nummer 333 war und nach mir waren immer noch ein paar unterwegs“, berichtet Nico Negri, der zusammen mit seiner Freundin Corinna Stockmann und einigen Freunden den Weg nach Schameder angetreten hat. Insgesamt besuchte eine Abordnung von 356 Feudingern den Flugplatz; eine Zahl die Philipp Dreisbach, erneut, sprachlos macht. „Das macht einfach für uns eine Wertschätzung der anderen Dörfer sichtbar über die wir uns wahnsinnig freuen“, so Dreisbach.

Aber nicht nur Feudingen, auch Birkelbach, Birkefehl, Erndtebrück und andere benachbarte Ortschaften statten Schameder einen Besuch ab. „Gute Nachbarschaft ist alles hier, da kann mir einer erzählen was er will. In der Stadt hast du so einen Zusammenhalt nicht“, ist sich Tim Saßmannshausen sicher.

Fazit

„Wir haben scheinbar das Glück gepachtet“, meint Philipp Dreisbach, während er den Blick über die Besucher schweifen lässt. „Wir wollen es nicht verschreien, aber wenn das so weiter geht, ist dass ein nahezu perfektes Jahr für alle“, sagt Saßmannshausen. „Wir sind dankbar für die ganzen Besucherinnen und Besucher, für alle Helfer aus dem Dorf, für das Wetter, die Stimmung und alles was dazu gehört - das muss ja auch mal gesagt werden“, zieht Dreisbach ein Fazit.

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