Stadtentwicklung

Abriss lässt Lücke in Bad Laasphes Altstadt zurück

Das Haus gibt es nicht mehr. Die Bad Laaspher Bürger wüssten, was sie mit dieser freien Fläche anstellen würden.

Das Haus gibt es nicht mehr. Die Bad Laaspher Bürger wüssten, was sie mit dieser freien Fläche anstellen würden.

Foto: Lisa Klaus / WP

Bad Laasphe.  Nach dem Abriss des Hauses in der Laaspher Altstadt ist eine freie Fläche entstanden. Die Bad Laaspher wüssten, was sie damit anstellen würden.

Nur noch ein bisschen Bauschutt zeugt von dem Haus, das einst an der Bad Laaspher Königstraße 29/31 stand. Das durch den Abriss entstandene Loch in der Altstadt ist nicht zu übersehen.

Bereits seit zwölf Jahren durfte das Haus nicht mehr benutzt werden, da die Standsicherheit der Fachwerkkonstruktion nicht mehr gegeben war und dadurch eine massive Einsturzgefahr bestand. Der Kreis Siegen-Wittgenstein hatte daher als Bauaufsichtsbehörde den Abriss des Hauses verfügt. „Es gab keine große Schwierigkeiten“, bilanziert Olaf Vetter, Amtsleiter des Kreisverwaltungsbereichs Bauen und Immissionsschutz.

Beschwerden werden geprüft

Es habe jedoch ein paar Beschwerden aus der Nachbarschaft gegeben, bei denen es hauptsächlich um Verschmutzung gegangen sei. „Das muss noch geprüft werden und geht dann auch an das Abbruchunternehmen“, sagt Vetter. Aufgrund der Lage in der Altstadt und zwei sehr dicht anliegenden

Gebäuden habe die Abbruchfirma nicht einfach mit einem Bagger das Haus – wie bei anderen Abrissen üblich – dem Erdboden gleich machen können. „Das musste nach und nach abgetragen werden“, berichtet Vetter.

Das Gelände ist nach wie vor in Privatbesitz. Weder der Stadt Bad Laasphe noch dem Kreis ist bekannt, ob

und inwiefern es Pläne dafür gibt. Stünde die Fläche hingegen zur freien Verfügung und hätten die Bürger einen Wunsch für die Verwendung frei, wüssten einige Bad Laaspher bereits ganz genau, was sich an dieser Stelle eignen würde, um die Attraktivität der Stadt nach vorne zu bringen.

Bad Laaspher machen Vorschläge

So schlägt zum Beispiel Hans-Christian Bosch, Geschäftsführer der Brauerei Bosch, vor: „Ein schöner Biergarten/Verweilplatz mit einer Kastanie im Zentrum. Den Baum würde ich unserer schönen Stadt spenden.“ Dieser Vorschlag stieß bei der Umfrage auf besonders viel positive Resonanz. Auch Verena

Becker gefällt dieser Wunsch: „Ich fände einen Biergarten schön, der eingezäunt ist mit einer Spielecke für Kinder. Das [...] würde manche Familien mal wieder öfters rauslocken.“

Die meisten der Bad Laaspher Bürger, die sich zu der Thematik äußern, wünschen sich in der Altstadt einen schönen Ort zum Verweilen, der die Königsstraße belebt: Einen Spielplatz für Kinder oder eine Grünfläche – aber auch einen Parkplatz könnten sich einige Bad Laaspher dort vorstellen. So würde sich Tobias Otto

einen Parkplatz, „vielleicht sogar mit Autos und Fahrrädern zum Sharing“ wünschen. „Was wirklich dort fehlt, ist ein schöner Parkplatz“, findet auch Katrin Amedick.

Modernes Gebäude

Martin Achatzi könnte sich an dieser Stelle sogar etwas ganz konkretes vorstellen – vorausgesetzt, dass die Frage des Eigentums außer Acht gelassen wird: „Ich sähe dort ein sehr modernes Gebäude, einen echten

Fremdkörper in der Altstadt, aber damit auch ein Zeichen unserer Zeit.“ In diesem Gebäude könnte er sich die Stadtbücherei als moderne Bücherei vorstellen. „Grundsätzlich finde ich, dass die Häuserzeile geschlossen sein muss, also diese Lücke mit einem Gebäude geschlossen werden sollte.“ Eine Bücherei in der Königsstraße könnte diese beleben und im Haus des Gastes Platz schaffen für Neues, so Achatzi.

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