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Analyse: Bad Laasphe verdreifacht Investition in Spielgeräte

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Foto: Sascha Kertzscher / WP

Bad Laasphe.  Die Stadt Bad Laasphe krempelt die Spielplatzlandschaft um, investiert in Geräte und will eine Kommission einrichten. Aber es gibt auch Rückbau.

Mitt 40 Spielplätzen zwischen Amtshausen und Weide ist Bad Laasphe die Kommune mit der größten Spielplatzanzahl in Wittgenstein.

Das klingt viel, dennoch gibt es tatsächlich auch vier Ortsteile ohne Spielplätze. Immerhin acht Anlagen befinden sich in der Kernstadt. Das geht aus den umfangreichen Daten hervor, die Jann Burholt, Leiter des Fachbereichs Familien, Soziales und Sport der Heimatzeitung für den Spielplatzcheck zur Verfügung gestellt hat.

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Burholt kann auch einen recht aktuellen Zustandsbericht liefern. Erst 2021 hatte die Stadt eine Evaluierung gestartet und dazu die Ortsvorsteher und die Einwohner befragt.

Anschaffungen von 2018 bis 2021

Zwischen 2018 und 2021 wurden etliche Spielgeräte an Standorten im gesamten Stadtgebiet repariert oder ausgetauscht. So sind in Feudingen 2018 „Im Brühl“ ein Seil-Klettergerüst und im „Schlehenweg“ ein Kleinkinder-Kletterturm errichtet worden. Überhaupt scheint Klettern ein Trend zu sein. Denn auch in Bernshausen und Volkholz wurden 2019 neue Klettergeräte aus Metall aufgestellt. Im Gleichen Jahre folgten auf den Spielplätzen in der Königstraße, in Steinbach und Oberndorf neue Stahlwippen und an der Lachsbachschule eine Nestschaukel. Am Dorfgemeinschaftshaus in Rückershausen wurden 2020 ein Spielbagger und ein Sandkasten errichtet. 2021 kam eine Schaukel dazu. Im Bermershausen wurde 2020 ein Klettergerüst beschafft, das denen in Bernshausen und Volkholz gleicht. Am Naßacker in Puderbach wurde 2021 ein Klettergerät aufgestellt.

Rückbau in Niederlaasphe

Der Spielplatz an der Amalienhütte wurden 2019 zurückgebaut. Das Reck steht nun in Fischelbach am Meisekippel, der Kletterturm an der Volkshalle in Feudingen und die Schaukel seit 2020 in Herbertshausen. Das Spielschiff an der Grundschule in Bad Laasphe soll noch in diesem Jahr erneuert werden. Auch die Grundschule in Niederlaasphe soll Ersatz für ein Klettergerät oder einen Spielturm erhalten, ebenso die Grundschule in Banfe und der Spielplatz am Feldberg/Sachsenweg.

Weiterhin sind die Anschaffung eines Recycling-Sandkasten für Laaspherhütte, eines Balanciertaus und Stehhölzern für den Spielplatz an der Grundschule Bad Laasphe, Eine Rutsche für die Königstraße, Wippen für Herbertshausen, den Meisekippel in Fischelbach und die Eichwaldstraße in Rückershausen geplant und anderen Maßnahmen in Rüppershausen, Niederlaasphe an der Grundschule und der Roßbergstraße und am Backhaus in Banfe geplant.

„In Banfe wird eine Zentralisierung verschiedener Spielplätze angedacht“, so Jann Burholt.

Bad Laasphe investiert

Schaut man in den Haushaltsansatz, so macht Bad Laasphe ernst: Nach Haushaltsansätzen für Grundstücke und bauliche Anlagen von 12.500 Euro bis 2020 stiegt dieses Volumen bereits für 2021 auf 15.000 und für das laufende Jahr sogar auf 17.100 Euro. Für den Kauf von Spielgeräten will Bad Laasphe seinen bisherigen Haushaltsatz von 13.000 Euro sogar verdreifachen. 39.000 Euro können in diesem Jahr ausgegeben werden. Allerdings bringt die Verwaltung auch die Einrichtung einer „Spielplatzkommission“ ins Spiel. Die könnte Fragen rund um Erneuerung, Neubau aber auch Rückbau oder Zentralisierung von Spielangeboten begleiten.

Ehrenamtliche Pflege

Auch in Bad Laasphe wird es immer wichtiger, Aufgaben neu zu verteilen und ehrenamtliche Unterstützer zu finden. Auf die Frage, wie das abläuft und ob es Patenschaft geben schreibt Jann Burholt: „Die Spielplätze werden gemeinsam mit verschiedenen Anwohnern*innen, Ortsvorsteher*innen und Dorfgemeinschaften gepflegt. Für dieses Engagement dankt die Stadt allen Helfer*innen. Vereine mit dem Ziel der Spielplatzpflege und -erhaltung bestehen nicht.“

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