Energie

Anke Fuchs-Dreisbach ist gegen weitere Windkraftanlagen

Auf die Windräder am Osterholz schaut Anke Fuchs-Dreisbach täglich von ihrem Zuhause.

Auf die Windräder am Osterholz schaut Anke Fuchs-Dreisbach täglich von ihrem Zuhause.

Foto: Lars-Peter Dickel

Wittgenstein.  Berleburgs stellvertretende Bürgermeisterin meint: „Windräder zieren nicht unsere Kulturlandschaft, sie zerstören sie.“ Tourismus sei in Gefahr.

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Die Diskussion um Windenergieanlagen und die Ausweisung weiterer Vorrangzonen reißt nicht ab. Vor allem in Siegen-Wittgenstein haben sich vielerorts Bürgerinitiativen gegründet, die gegen die Aufstellung weiterer Windkrafträder protestieren. Jetzt findet die CDU-Landtagskandidatin und stellv. Bürgermeisterin der Stadt Bad Berleburg, Anke-Fuchs-Dreisbach, dazu deutliche Worte in einer Stellungnahme.

Befehle aus Düsseldorf

„Wenn man in Wittgenstein mit den Leuten über Windräder spricht, dann trifft man einen wunden Punkt“, so Anke Fuchs-Dreisbach. Als CDU-Landtagskandidatin meldet sie sich jetzt zu diesem dauerhaften Streitthema öffentlich zu Wort: „Ich bin gegen weitere Windkraftanlagen in unserer schönen Heimat Siegen-Wittgenstein“.

Aber die Kommunen, so schreibt die Politikerin in der Pressemitteilung, seien „nun einmal Befehlsempfänger aus Düsseldorf“; sie müssten die gesetzlichen Vorgaben der rot-grünen Regierung umsetzen. „Wir müssen Vorrangzonen ausweisen, ob wir das wollen oder nicht.“

Unmut der Bürger sei verständlich

Als Sassenhäuserin habe sie selbst jeden Tag den Blick auf die bestehenden vier Windräder vor Augen und sie befürchte, dass es noch mehr werden könnten. Deswegen könne sie auch den Unmut der Bürger in dieser Frage verstehen, denn „Windenergieanlagen zieren nicht unsere Kulturlandschaft, sondern sie zerstören sie“.

Und das wiederum könne sich mittelfristig gesehen negativ auf den Wirtschaftssektor Tourismus auswirken. Indes zeigt sich Fuchs-Dreisbach zuversichtlich, dass unser Land eines Tages auf diese „Windmühlen“ werde vollständig verzichten können. „Ich vertraue da ganz auf unsere Wissenschaftler, Techniker und Ingenieure, die damit beschäftigt sind, noch effizientere Energieversorgungssysteme zu entwickeln und marktfähig zu machen“.

Lebensqualität bewahren

Wolle man die notwendige Energiewende umsetzen, die mittlerweile gesellschaftlicher Konsens geworden sei, sollte man die Windkraftanlagen dort aufstellen, wo sie nicht das Landschaftsbild, Bodendenkmäler, die Lebensqualität der Bürger und geschützte Tierarten zerstören, so Fuchs-Dreisbach.

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