Für den Lahnradweg

Architekturpreis: Bad Laasphe lässt Studenten Brücken planen

14 Studierende der Universität Siegen haben in Zweierteams sieben Entwürfe für eine Radwanderbrücke über die Lahn in Bad Laasphe entworfen. Aus diesen Entwürfen gewann dieser hier von Nicole Gerlach und Vanessa True den Wettbewerb und 300 Euro.

14 Studierende der Universität Siegen haben in Zweierteams sieben Entwürfe für eine Radwanderbrücke über die Lahn in Bad Laasphe entworfen. Aus diesen Entwürfen gewann dieser hier von Nicole Gerlach und Vanessa True den Wettbewerb und 300 Euro.

Foto: Lars-Peter Dickel / WP

Bad Laasphe.  Sieben Entwürfe für Brücken über die Lahn, drei Preisträger und doch geht kein Team der Uni Siegen mit leeren Händen nach Hause.

Ob in der Version von Karat oder von Peter Maffay – Das Lied „Über sieben Brücken musst Du geh’n“ ging einigen Besuchern durch den Kopf, als sie die Entwürfe der Siegener Architektur-Studierenden im Haus des Gastes auf den Tischen stehen sahen. Die 13 angehenden Architekten haben in Teams sieben Entwürfe vorgelegt, die sowohl ihren Professor Thorsten Weimar als auch die Jury aus Stadtverwaltung und Ratsfraktionen überzeugt haben.

Die Vorgaben

Die Vorgaben waren überschaubar: Bekannt ist der Ort, an dem die Brücke stehen sollte. Sie überspannt die Lahn mit einer Breite von rund 30 Metern in der Nähe der Einmündung des Kaltebachs „Unterm Hombach“ in Richtung Stockwiese. Damit könnte der Lahnradwanderweg in der Bad Laaspher Kernstadt zumindest für einen Teilstück von der viel befahrenen Bundesstraße 62 in den Kurpark und die schöne Landschaft gelegt werden. Gleichzeitig soll die Brücke barrierefrei sein und die Aufenthaltsqualität an den Ufern der Lahn verbessern.

Drei Gewinner

Die Jury hatte aber das Problem, dass sie drei Entwürfe herausheben musste und tat dies auch. Die Studierenden erwarten am Mittwoch mit Spannung das Ergebnis.


1. Preis: Den mit 300 Euro dotierten Hauptpreis hat eine Holzkonstruktion von Nicole Gerlach und Vanessa True. Inspiriert wurde sie von der vorherrschenden Holz und Fachwerkarchitektur. Die Abspannseile des Bauwerkes führen den Mensch beim Überqueren wie durch ein Portal auf eine gradlinig verlaufende Brücke.


2. Preis: Den mit 200 Euro versehenen zweiten Preis erhielt der Entwurf von Larissa Lukas und Dimitri Udovenco. Das filigrane Bauwerk verläuft gradlinig über den Fluss und setzt wie der Siegerentwurf auf Aufenthaltsqualität an den Ufern.


3. Preis: Der mit 100 Euro dotierte dritte Preis ging an Jan Weyand und Mohammed Mahmud. Sie haben eine Bogenbrücke entwickelt, deren Draufsicht mit dem Halteseilen einem stilisierten Fisch ähnelt und so den Ursprungsnamen Bad Laasphes - Lasaffa, also Lachswasser – aufgegriffen.

Leer ausgegangen ist aber kein Studierendenteam. Die vier Bad Laaspher Ratsfraktionen haben jeweils 50 Euro gestiftet, um damit auch die Leistung der anderen Teams anzuerkennen.

Dankesworte

Für Bad Laasphes Bürgermeister Dr. Torsten Spillmann ist dieser Architekturwettbewerb für Studierende nicht selbstverständlich, deshalb bedankte er sich bei den Studierenden, ihren Hochschullehrern. „Fast alle Fachbereiche der Universität Siegen versuchen bei Regionalen Projekten mitzuwirken“, sagt Spillmann. Auch den Vertretern aus Rat und Verwaltung dank der Bürgermeister für die Mitarbeit in der Jury. „Das ist ein kleiner Schritt, der aber für uns enorm wichtig ist.“

Ausblick

Einige wichtige Fragen aber bleibt am Mittwoch offen. Welche Brücke wird den wann über die Lahn gebaut. Dazu erläutert Spillmann, dass nicht zwingend die Brücke gebaut werde, die den Wettbewerb gewonnen habe, denn jetzt werden auch die Bad Laaspher Bürger nach ihrer Meinung gefragt. Sie können die sieben Entwürfe im Foyer des Haus des Gastes betrachten und auch die Erläuterungen dazu lesen. Im Anschluss bitten Universität und Stadt Bad Laasphe um die Meinung der Menschen auf speziellen Vordrucken, die im Haus des Gastes ausliegen.

Finanzierung

Aus den Stimmen der Bürger und der Jury kann ein Entwurf ausgewählt werden. Der sei dann auch Grundlage für eine Kostenermittlung auf der Basis der verwendeten Materialien und Baubeschaffenheit. Außerdem soll Finanzierungsmöglichkeiten via Fördertöpfe geprüft werden.

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