Siegen-Wittgenstein. . Störungen im Telefonnetz sorgen für einen erhöhten Einsatz von Polizei und Feuerwehr. Telekom begründet Ausfall mit zerstörtem Glasfaserkabel.

  • 115 Feuerwehrgerätehäuser mit 250 Feuerwehrleuten besetzt
  • Telekom: Glasfaserkabel im Zuge von Bauarbeiten zerstört
  • Kreis gibt ab Donnerstagnachmittag Entwarnung

Bis Donnerstagnachmittag kam es im gesamten Kreis Siegen-Wittgenstein teilweise zu erheblichen Störungen im Festnetz- und Mobilfunk. Erste Meldungen zu den Störungen waren bei der Polizei am Mittwochabend gegen 21 Uhr eingegangen. Von dem Ausfall waren in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag auch die Notrufe 110 und 112 betroffen. „Mittlerweile läuft es aber wieder flüssig“, sagt Polizeisprecher Meik Scholze.

Die Notlösung

Zwischenzeitlich habe man zu einer Notlösung gegriffen. Sowohl Polizei als auch Feuerwehr hatten jede kleinste Dienststelle besetzt. Noch in der Nacht zu Donnerstag ordnete Kreisbrandmeister Bernd Schneider an, alle 115 Feuerwehrgerätehäuser im Kreis Siegen-Wittgenstein zu besetzen. „Wir hatten für einen Notfall 250 Feuerwehrleute im Einsatz und hätten innerhalb kürzester Zeit hunderte weitere Kräfte mobilisieren können“, so Kreisbrandmeister Bernd Schneider.

Das Problem

Ein Sprecher der Telekom bestätigte, dass ein bei Bauarbeiten zerstörtes Glasfaserkabel für die Störungen verantwortlich war. Dadurch sei der Notruf für Mobilfunk-Kunden nicht erreichbar gewesen. Für Festnetzkunden habe es aber keine Beeinträchtigung beim Notruf gegeben. Seit 4.10 Uhr seien die 110 und die 112 wieder voll umfänglich erreichbar.

Gegen 14 Uhr am Donnerstagnachmittag meldete der Kreis, dass die Störung vollständig behoben sei. (j.sch./bpr)