Oktoberfest Berleburg

Auf der Berleburger Wies’n fließt der Gerstensaft in Strömen

Wiesn Bad Berleburg „O’zapft is“ Oktoberfestparty mit der siebenköpfigen Band „Lederhaie“

Wiesn Bad Berleburg „O’zapft is“ Oktoberfestparty mit der siebenköpfigen Band „Lederhaie“

Foto: Hans Peter Kehrle

Bad Berleburg.  Zwischen „Atemlos durch die Nacht“ und „Hodi“ bleibt kaum Luft zum Atemholen, geschweige denn für einen kräftigen Schluck aus der Maß.

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Das Publikum im ausverkauften Festzelt steht auf Tischen und Bänken, reckt die Maßkrüge in die Luft. Das ganze Zelt wippt im Takt der Musik. Das ist der Moment, in dem sich der Geschäftsführer des Schützenvereins Berleburg, Christoph Bald, langsam entspannt. Die Stimmung auf der Berleburger Wies’n ist super - schon am frühen Abend. Jetzt ist klar: Die Arbeit der Organisatoren und der vielen helfenden Hände im Vorfeld hat sich gelohnt.

860 partyhungrige Gäste

„Der Aufwand ist größer als bei einem Schützenfest“, sagt Bald, der vor fünf Jahren zu den Ideengebern für das Oktoberfest gehörte. Inzwischen hat sich die zweitgrößte Veranstaltung im Berleburger Schützenjahr fest etabliert und gehört zu den wichtigsten Einnahmequellen neben dem traditionellen Schützenfest im Juli. Und gerade deshalb gibt es immer etwas am Konzept, das auf dem Prüfstand steht. „Der Samstag ist ein Selbstläufer“, sagt Bald beim Blick in das mit 860 Menschen gefüllte Zelt. „Am Freitag müssen wir noch arbeiten“, gibt er zu. Auch der Sonntag ist ein Garant für viel Publikum und damit gute Umsätze. Der Frühschoppen mit zünftiger Brotzeit und Musik vom Feuerwehrmusikzug Netphen zieht ein anderes Publikum an als die Wiesn am Samstag. Aber alle kommen auf ihre Kosten.

Fassbieranstich

Die Partyhungrigen vor allem am Samstag: Im Wechsel reißen die Stimmungsband „Die Lederhaie“ aus dem Allgäu und Discjockey Marcus Nauroth aus Siegen das Publikum mit. Zwischen Schlagerkönigin Helene Fischers „Atemlos durch die Nacht“ und Alpenrocker Andreas Gabaliers „Hodi“ bleibt kaum Luft zum Atemholen, geschweige denn für einen kräftigen Schluck aus der Maß. Und dass die Bad Berleburger in Dirndl und Lederhosen genauso gut feiern können wie in grüner Schützenuniform, zeigt sich schon direkt nach dem Fassbieranstich durch Schützenkönigin Tina Grebe. Schützenkönig Markus Haßler, Bad Berleburgs Bürgermeister Bernd Fuhrmann und die Hauptleute Günther Strack und Michel Hildebrandt assistierten und erhalten die ersten Krüge Festbier.

Gerstensaft fließt in Strömen

Von da an fließt der Gerstensaft in Strömen und das Serviceteam des Schützenvereins hat alle Hände voll zu tun, um Nachschub an die Tische zu bringen. Laut Ele Pöppel sind es 35 Frauen und Männer, die von der Garderobe über die Küche, die Theken bis hin zu den Tischbedienungen und Reinigungskräften für einen reibungslosen Ablauf sorgen.

Und weil eben alles läuft, kann Geschäftsführer Christoph Bald schon am wichtigsten Tag, dem Samstagabend etwas entspannen und schon den einen oder anderen Gedanken an das nächste Oktoberfest richten. „Dann feiern wir gleichzeitig auch das 60-jährige Bestehen der Kompanien“, so Bald. Mit vielen Schützen und auch Gastvereinen wird das Zelt dann am Sonntag sicher ebenso voll sein wie am Selbstläufertag Samstag.

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