Kindertheater

Auf der Suche nach dem Ungeheuer von Loch Ness

Ralf Kiekhöfer (links im Bild) alias Kowalski ist ein Weltenbummler. Auf seiner Reise trifft er auf viele Gestalten. Gemeinsam mit den Kindern versucht er das Ungeheuer Loch Ness einzufangen, das das Volk der Froschkönigin nicht in Ruhe lässt. Gemeinsam spielen sie ganz laut den Dudelsack, damit das Mädchen (rechts) das Seemonster einfangen kann

Foto: Susanne Kollmann

Ralf Kiekhöfer (links im Bild) alias Kowalski ist ein Weltenbummler. Auf seiner Reise trifft er auf viele Gestalten. Gemeinsam mit den Kindern versucht er das Ungeheuer Loch Ness einzufangen, das das Volk der Froschkönigin nicht in Ruhe lässt. Gemeinsam spielen sie ganz laut den Dudelsack, damit das Mädchen (rechts) das Seemonster einfangen kann Foto: Susanne Kollmann

Erndtebrück.   Einhundert Kinder singen, klatschen und wippen im Takt, wenn Kowalski während seiner Reise durch Schottland allerhand erlebt und darüber singt.

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Einhundert Kinder singen, klatschen und wippen im Takt, wenn Kowalski während seiner Reise durch Schottland allerhand erlebt und darüber singt. Doch der Weltenbummler steht nicht einfach auf der Bühne und spielt, nein, er bezieht die Kinder in das Stück mit ein. Mit „Froschkapelle in letzter Minute“ schafft es Ralf Kiekhöfer vom Theater Töfte alias Kowalski von der ersten bis zur letzten Minute die Kinder in der Evangelischen Kirche zu begeistern.

Auf seiner Reise durch das Land der Riesen, Zwerge, Burgen und Seen trifft Kowalski unter anderem auf die Froschkönigin. Sie ist unglücklich, weil das Ungeheuer von Loch Ness noch immer seine Späße mit ihrem Volk treibt. Doch Puck, der gutmütige Poltergeist, kennt die Lösung und so zieht Kowalski weiter auf der Suche nach drei Hexen. Die brauen einen magischen Trank, der ihn in einen mutigen Schotten verwandeln sollen. „Ich schaffe das aber nicht alleine“, seufzt der Weltenbummler. Und so schaut er sich im Publikum nach den tapfersten Fröschen und Schotten um.

Spaß am Spiel für Kinder

Ralf Kiekhöfer ist ganz in seinem Element, wenn er auf der Bühne steht – und das tut er mittlerweile seit mehr als 30 Jahren. Er hat Spaß daran, für und mit den Kindern zu spielen. „Auch für mich ist es immer wieder eine Überraschung, denn nicht alle Kinder agieren gleich“, weiß der Theatermacher. Eines liegt dem 55-Jährigen aber besonders am Herzen. „Die Kinder müssen das Gefühl haben, dass das Stück für sie ist.“ Erst sollen die Kinder lachen, die Erwachsenen dürften später schmunzeln. Elf Stücke hat er in seinem Repertoire, überlegt sich mit seinem Team aber immer wieder etwas Neues. „Ich lasse mich da von der Literatur inspirieren“, verrät Kiekhöfer. Aber auch die Märchen von Schneewittchen und dem Froschkönig inszeniert er und schreibt sie kindgerecht um. Bei allen Theaterstücken steht er immer selbst auf der Bühne, spielt alle Figuren und Instrumente selbst.

Gesucht: Der mutigste Frosch

„Wer ist denn der mutigste Frosch von euch?“, fragt Kowalski und geht durch die Reihen. Nahezu alle Finger gehen nach oben. Einen nach dem anderen bringt er zur Bühne, insgesamt sieben Kinder stehen Kowalski tatkräftig zur Seite – mit Dudelsäcken, Schotten-Mützen und im passenden Gewand. „Wir müssen jetzt alle zusammen ganz doll da rein pusten“, sagt Kowalski und zeigt auf die Öffnung. „Denn nur so können wir zusammen das Ungeheuer einfangen.“ Eines der Kinder erweist sich als das mutigste, zieht das Seemonster mit einer Angel aus dem Loch und spin eine Box sperren.

Unter tosendem Applaus bejubeln die Kita- und Schulkinder aus Erndtebrück, Hilchenbach und Bad Berleburg den Sieg über das Ungeheuer. „Das war so schön“, sagt die sechsjährige Leonie, „besonders, als die Hexen den Zaubertrank gekocht haben.“ Die Jungs Birk und Matteo mögen es etwas gruseliger: „Das Seemonster war am besten.“

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