Unternehmergespräch

Außergewöhnlicher Rahmen für zweites Unternehmergespräch

Unternehmergespräch2: Ein Schwerpunkt-Thema beim diesjährigen Unternehmergespräch der Stadt Bad Berleburg war das Projekt „Standortpaten-Netzwerk“. Projektmanagement, Arbeitgeber, Netzwerker und Neubürger tauschten sich in einer Talk-Runde aus.

Unternehmergespräch2: Ein Schwerpunkt-Thema beim diesjährigen Unternehmergespräch der Stadt Bad Berleburg war das Projekt „Standortpaten-Netzwerk“. Projektmanagement, Arbeitgeber, Netzwerker und Neubürger tauschten sich in einer Talk-Runde aus.

Foto: Stadt Bad Berleburg

Bad Berleburg.   Über 50 Unternehmer und Politiker lassen sich über die Neuerungen in Bad Berleburg unterrichten - in der Baustelle im Bürgerhaus.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Das zweite Unternehmergespräch der Stadt Bad Berleburg fand im Foyer des neu entstehenden Tagungs- und Tourismuszentrums am Marktplatz statt. Vertreter der Verwaltung berichteten über aktuelle Projekte und Entwicklungen. Ein Schwerpunkt-Thema war das Projekt „Standortpaten“.

Für das diesjährige Unternehmergespräch hatte sich die Stadt Bad Berleburg einen außergewöhnlichen Rahmen ausgedacht: Die Veranstaltung fand diesmal zwischen Werkzeugen und Malervlies statt – in der Baustelle im Bürgerhaus. Bürgermeister Bernd Fuhrmann begrüßte die mehr als 50 Teilnehmer, Vertreter der größten Unternehmen im Stadtgebiet und der Politik, und gab anschließend einen Einblick, was sich im vergangenen Jahr in der Stadt getan hat:

Aktivitäten werden überregional wahrgenommen

Unter anderem wies er auf die gelungene Haushaltskonsolidierung hin und darauf, dass die Aktivitäten der Stadt Bad Berleburg auch überregional wahrgenommen werden: „Wir haben uns sehr gefreut, dass wir es beim Deutschen Nachhaltigkeitspreis auf Anhieb unter die Top 3 der nachhaltigsten Kleinstädte und Gemeinden geschafft haben.“

In den kommenden Jahren werde es nun weiter darum gehen, die im Projekt „Global Nachhaltige Kommune“ entwickelte Nachhaltigkeitsstrategie umzusetzen.

Auf einzelne Projekte ging der Beigeordnete der Stadt Volker Sonneborn näher ein: etwa die Dorferneuerungsmaßnahmen, die Eder-Elsoff-Initiative mit Projekten zur Digitalisierung und dem umgebauten Gemeindehaus und das Zentrum Via Adrina in Arfeld.

Außerdem erläuterte er den Unternehmern die Pläne zur Vitalisierung des Goetheplatzes. „Wir glauben, dass es eine große Chance ist – gerade, weil sich der Platz in der Oberstadt und direkt vor dem Schloss an einer so prägnanten Stelle befindet.“

Offizielle Einweihung im September

Die Baustelle um die Teilnehmer des Unternehmergesprächs veranschaulichte Kämmerer Gerd Schneider. Er betonte außerdem, dass viele Unternehmen aus der Region an den Arbeiten beteiligt sind: „Es freut uns natürlich, dass wir Partner hier vor Ort haben, die sich mit in das Projekt einbringen.“ Für die offizielle Einweihung des Gebäudes peile die Stadt den ersten Samstag im September an.

Gute Nachrichten für die Gewerbetreibenden hatte Wirtschaftsförderer und Breitbandkoordinator Manuel Spies. Er erläuterte die bisherigen Phasen des Breitbandausbaus und wies auf ein kreisweites Sonderprogramm für Gewerbegebiete hin: „Wer Interesse daran hat, kann sich gerne bei mir melden.“ Er erklärte aber auch die Schwierigkeiten, die bei den verschiedenen Ausbauphasen und den damit verbundenen Förderprogrammen bestehen.

Das Thema „Digitalisierung“, das Schwerpunkt beim ersten Unternehmergespräch war, führte Colette Siebert, Stabsstelle für Regionalentwicklung, weiter aus. Die Stadt Bad Berleburg arbeitet inzwischen verstärkt mit dem Forschungskolleg Uni Siegen zusammen, auch personell: „Mit Frederike Oschinsky haben wir eine gemeinsame Mitarbeiterin, die uns bei der Umsetzung unterstützt“, erläuterte Siebert.

An digitaler Agenda gearbeitet

Gemeinsam wurde in den vergangenen Monaten an einer Digitalen Agenda gearbeitet, die noch in diesem Jahr verabschiedet werden soll. Außerdem beteiligt sich die Stadt Bad Berleburg an der Gemeinsamen Initiative Digitalisierung mit dem Kreis Siegen-Wittgenstein, den Städten und Gemeinden im Kreisgebiet sowie dem Forschungskolleg Uni Siegen.

Im zweiten Teil des Abends ging es um das Projekt „Standortpaten-Netzwerk – Fachkräftesicherung Wittgenstein“. Hier berichteten die beiden Projektmanager Pia Bieker und Henner Heide über die Schritte, die sie seit Beginn ihrer Tätigkeit im Oktober unternommen haben: die Einrichtung der Internetseite www.perspektive-blb.de, die Kontaktaufnahme zu Unternehmen, Neubürgern und ersten Standortpaten sowie die Idee für eine Neubürger-Tasche, die zukünftig im Bürgerbüro ausgegeben wird.

Neben dem Projektmanagement-Team war auch Thomas Dörr, der Geschäftsleiter der Klinik Wittgenstein, Teil der Gesprächsrunde. Er berichtete aus Sicht eines Arbeitgebers über die zunehmende Schwierigkeit, Fachkräfte zu gewinnen und zu halten.

Standortpaten für Neubürger

Das Evangelische Johanneswerk ist neben Helios einer der Partner des Standortpaten-Projekts. Kaja Heising, die wissenschaftliche Koordinatorin des Wisent-Projekts, erzählte von ihrem Ankommen in Bad Berleburg und den Herausforderungen, die Neubürger haben. Abbasali Taravati lebt schon seit seinem Studium in der Region und hat sich inzwischen als Standortpate gemeldet.

„Ich stehe jederzeit zur Verfügung“, sagte er und erntete dafür den Applaus des Publikums. Einig waren sich alle darin, dass Bad Berleburg ein attraktiver Ort zum Leben und Arbeiten ist, dass Neubürgerinnen und Neubürger aber dabei unterstützt werden sollten, alleine oder mit ihren Familien in der Stadt anzukommen.

Weitere Nachrichten, Bilder und Videos aus Wittgenstein finden Sie hier.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben