Bad Berleburg.

Autor macht die Geschichte der Archäologie erlebbar

Hans-Günther Radenbach stellte sein neues Buch

Hans-Günther Radenbach stellte sein neues Buch

Foto: WP

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Bad Berleburg. „Das Wissen geht verloren, wenn du nichts unternimmst.“ Den Ratschlag seines Sohnes Tejo hat Hans-Günter Radenbach beherzigt. Bislang hatte der Berghäuser für diverse Heimatbücher oder für die Blätter des Wittgensteiner Heimatvereins geschrieben, jetzt hat er am Montag im Sitzungssaal des Rathauses sein Erstlingswerk vorgestellt – und das im Beisein seiner Frau Sieglinde.

Das Buch „Archäologie und Kulturgeschichte in Wittgenstein“ bezeichnet sie als eine „gelungene Sache, kurzweilig, abwechslungsreich und die vielen Bilder lockern das mehr als 130 Seiten starke Buch auf“. Wichtig ist dem Autor vor allem, dass den Lesern die Möglichkeit gegeben wird, die „Geschichte zu erleben“. Sein Fokus beschränkt sich dabei nicht nur auf die Ortschaften Aue, Berghausen, Hemschlar, Birkefehl, Birkelbach oder Womelsdorf. Der Radius ist viel größer.

Forschungslücken schließen

Hans-Günter Radenbach geht es nicht darum, die Geschichte neu zu schreiben, mit dem Buch will er vielmehr Forschungslücken schließen, und diese Erkenntnisse Geschichtsinteressierten näher bringen. Und weil es auch 140 Landkarten, Zeichnungen und auch Bilder enthält, ist es laut Ehepaar Radenbach für Wanderer ebenfalls bestens geeignet. Aufgrund der Übersichtlichkeit der Kapitel ist es zudem auch für Laien verständlich.

Explizit aufgeführt ist auch der Historische Lehrpfad, der von Birkefehl mit seinem ehemaligen Siedlungsplatz nach Aue führt, wo die eisenzeitliche Wallburg ausführlich dokumentiert ist.

Etwas Besonderes ist beispielsweise auf Seite 126 zu finden. Dort sind exakt 125 eisenzeitlichen Fundstellen aufgeführt. Radenbach hat sie im oberen Edertal persönlich aufgespürt. An gleicher Stelle sind Siedlungen und Burgen kartiert.

Bei den umfangreichen Recherchen hat den Autor sein selbst entwickelter siebter Sinn maßgeblich unterstützt. Bei seinem Grabungen hat er permanent die bodendenkmalpflegerische Basisarbeit, vor allem zur Eisenzeit- und Frühmittelalterforschung, im Blick. Nach Einschätzung von Hans-Günter Radenbach ist das wohl die wichtigste Stütze eines jeden Archäologen.

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