Fördermittel

Bad Berleburg: Ausschuss befasst sich mit Sportstätten

Der Sportplatz in Schwarzenau ist eine von vier Sportstätten, die berücksichtigt werden sollen.

Der Sportplatz in Schwarzenau ist eine von vier Sportstätten, die berücksichtigt werden sollen.

Foto: Peter Kehrle

Bad Berleburg.  Vier Maßnahmen wurden im Rahmen des Sportstättenentwicklungskonzeptes besprochen. Eine Übersicht der bisherigen Planung.

Marode Anlagen und modernisierungsbedürftige Fenster – auch in Wittgenstein sind einige Sportstätten auf Förderbeiträge angewiesen. Daher wurde nun im Ausschuss für Soziales, Bildung, Sport und Kultur auf der Grundlage des Sportstättenentwicklungskonzeptes ein Antrag für den „Investitionspakt zur Förderung von Sportstätten 2020 und 2021“ gestellt, dem der Ausschuss zustimmte. Vier Maßnahmen wurden formuliert.

Sporthalle Raumland

Für die Sporthalle Raumland wurde im Rahmen der Erstellung des Sportstätten-Entwicklungskonzeptes eine zukünftige gemeinsame Bewirtschaftung mit dem Hallenvereinen Raumland beschlossen. Konkrete Gespräche für den Abschluss eines entsprechenden Vertrags wurden bereits vor fünf Jahren geführt.

Dabei stellte sich allerdings heraus, dass sich der Hallenverein Raumland vor dem Hintergrund des bestehenden Sanierungsstaus an der Mehrzweckhalle wirtschaftlich nicht in der Lage sieht, den Betrieb und die Bewirtschaftung der Mehrzweckhalle zu übernehmen. Beide Parteien bekundeten jedoch ihren Willen, das Gebäude langfristig zu erhalten und im Rahmen ihrer Möglichkeiten den bestehenden Sanierungsstau zu beheben. In Vorbereitung auf eine Übergabe hat sich der Hallenverein bereit erklärt, zunächst die Hausmeister-Leistungen für das Gesamtobjekt zu übernehmen. Ein entsprechender Vertrag wurde ab dem Haushaltsjahr 2017 unterzeichnet und bis ins Jahr 2021 befristet. Ab 2021 sollen weitere Lösungsansätze zum Betrieb der Halle gefunden werden.

Für die Sporthalle ist seit Erstellung der Eröffnungsbilanz eine Rückstellung in Höhe von 70.000 Euro zur Sanierung des desolaten Sportbodens im Haushalt der Stadt Bad Berleburg eingestellt. Die Sanierung wurde bisher nicht umgesetzt, da Schäden am Dach festgestellt wurden, die in den vergangenen Jahren mehrfach zu Wassereinbrüchen geführt haben. Eine grundlegende Sanierung des Daches ist demnach Voraussetzung für weitere Arbeiten in der Halle. Hinzu kommt energetischer Modernisierungsbedarf an den Fenstern der Halle. Im Zusammenhang mit dem Förderaufruf zum Investitionspakt Sport wurden die Gespräche mit den Sportfreunden Edertal als Hauptnutzer der Halle wieder aufgenommen. Diese signalisierten ihre Bereitschaft, gemeinsam in eine Umsetzung der Modernisierungsmaßnahme und später in die weitere Übernahme der Halle einzusteigen.

Sporthalle Arfeld

Im Rahmen des Sportstätten-Entwicklungskonzeptes wurden auch Gespräche mit dem TV 1926 Arfeld bezüglich der Übernahme der Sporthalle geführt. Auch der TV 1926 Arfeld erklärte, dass dieser sich vor dem Hintergrund des bestehenden Sanierungsstaus und den relativ hohen Kosten der Halle nicht in der Lage sieht, den Betrieb und die Bewirtschaftung der Turnhalle kurzfristig zu übernehmen. Nach mehrfacher Abstimmung konnte ein gleichlautender Vertrag zur Übernahme der hausmeisterlichen Pflege, Unterhaltung und Betreuung des Gesamtobjektes geschlossen werden. Der Vertrag ist ebenfalls bis 2021 befristet.

Die Sporthalle Arfeld wurde vor Abschluss des Hausmeister-Vertrags bereits grundlegend modernisiert. Allerdings bestehen noch Mängel im Bereich der Heizungsanlage und an den sanitären Einrichtungen. Der gesamte Nebentrakt mit Umkleiden und Duschen sei derzeit nicht beheizbar. Hierdurch sind die Nutzungsmöglichkeiten insbesondere im Winterhalbjahr und der Erhalt der Bausubstanz erheblich einschränkt. Weiterhin ist die Beleuchtung der Halle stark schadhaft und bedarf nach mehrfachen Reparaturen einer grundlegenden Sanierung. Der TV Arfeld als Hauptnutzer der Halle signalisierte ebenfalls seine Bereitschaft, gemeinsam in eine Umsetzung der Modernisierungsmaßnahme und nach Modernisierung in die weitere Übernahme der Halle einzusteigen.

Sportplatz Schwarzenau

Der Sportplatz Schwarzenau ist nach Sportstätten-Entwicklungskonzept die vorrangig zu erhaltende Sportfreianlage der Stadt Bad Berleburg im Bereich des unteren Edertals und gleichzeitig dort der einzige Sportplatz, der ganzjährig bespielbar ist (Tennenplatz). Er dient zum Trainings- und Spielbetrieb der Spielgemeinschaft FC Ebenau sowie für das Leichtathletikangebot des TuS Schwarzenau. Die Pflege erfolgt durch die örtlichen Akteure. Jedoch weist der Sportplatz einen desolaten Zustand sowohl beider Platzdecke als auch der Drainage auf. In der Mittelfristigen Finanzplanung des Haushalts 2020 ist zur Umsetzung im Jahr 2021 ein Betrag zur Sanierung in Höhe von 80.000 Euro eingestellt. Vorgesehen war eine gemeinsame Umsetzung unter Einbringung von Eigenleistungen der Hauptnutzer.

Nach aktueller Einschätzung und Inaugenscheinnahme des Platzes durch eine Fachfirma erscheint jedoch eine deutlich umfangreichere Sanierung. Auch der TuS Schwarzenau möchte weiterhin die Bewirtschaftung übernehmen.

Sportplatz „Auf dem Stöppel“

Der Kunstrasenplatz „Auf dem Stöppel“ wurde 2004 in Zusammenarbeit mit dem VfL Bad Berleburg 1863 neu gebaut und das wirtschaftliche Eigentum und der Betrieb des Platzes vertraglich an den VfL als Hauptnutzer der Anlage übergeben. Die Anlage umfasst zudem eine Laufbahn sowie weitere Nebenanlagen, welche derzeit teilweise zur Sanierung im Förderprogramm „Sport, Jugend und Kultur“ vorgesehen sind. Ebenfalls sind hier die energetische Sanierung des Sportheims sowie der Neubau der Laufbahn beabsichtigt. Mängel bestehen weiterhin noch an den sanitären Anlagen des Sportheimes, welche sich noch im Ursprungszustand befinden und den Anforderungen an die Barrierefreiheit nichtgerecht werden. Weiterhin regte der VfL Bad Berleburg an, die Umstellung des Flutlichtes auf LED-Technik sowie die geplante Teilüberdachung der Tribüne mit in den Förderantrag aufzunehmen.

Die Kosten

Für vorgenannte aus dem Sportstättenentwicklungskonzept abgeleiteten vier Maßnahmen wurde nach Abgleich mit den Förderkriterien, auf Grundlage der Dringlichkeit der Arbeiten und nach Abstimmung mit den jeweiligen Hauptnutzern kurzfristig eine Kostenschätzung für eine Antragstellung im Investitionspakt Sportstättenförderung erstellt. Entsprechend der Gesamt-Antragssumme beläuft sich der städtische Eigenanteil von zehn Prozent für die vorgenannten vier Maßnahmen auf 120.400 Euro. Der Betrag kann aus dem bereits in der Mittelfristigen Finanzplanung des Haushalts 2020 zur Sanierung des Sportplatzes Schwarzenau sowie aus der Rückstellung zur Sanierung des Hallenbodens in der Halle Raumland vorgesehenen Mittel ohne Ausweitung des Haushalts dargestellt werden.

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