Gericht

Bad Berleburg: Beamten als „Bastarde“ beschimpft

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Beleidigung, unerlaubter Besitz von Betäubungsmitteln und Sachbeschädigung in drei Fällen: 22-jähriger ehemaliger Bad Berleburger vor Gericht.

Beleidigung, unerlaubter Besitz von Betäubungsmitteln und Sachbeschädigung in drei Fällen: 22-jähriger ehemaliger Bad Berleburger vor Gericht.

Foto: Lars-Peter Dickel

Bad Berleburg.  Beleidigung, unerlaubter Besitz von Betäubungsmitteln und Sachbeschädigung in drei Fällen: 22-jähriger ehemaliger Bad Berleburger vor Gericht.

Beleidigung, unerlaubter Besitz von Betäubungsmitteln und Sachbeschädigung in drei Fällen: Für diese Vergehen kassierte ein 22-jähriger ehemaliger Bad Berleburger eine sechsmonatige Freiheitsstrafe auf Bewährung. Außerdem muss er 150 Sozialstunden ableisten und in Zukunft mit einem Bewährungshelfer zusammenarbeiten. Das entschied Richter Torsten Hoffmann am Dienstagvormittag vor dem Amtsgericht Bad Berleburg.

Im Juli vergangenen Jahres soll der arbeitslose Angeklagte in der Bad Berleburger Kernstadt kräftig randaliert haben. Dabei sei es zu einer Schadens-Summe im mittleren vierstelligen Bereich gekommen. Dem Angeklagten wird vorgeworfen, sich an Stühlen und Tischen einer Außengastronomie ausgelassen und diese gegen eine Glasscheibe des Imbisses geworfen zu haben. Außerdem soll der 22-Jährige einen Außenspiegel eines Autos abgetreten und ein Schaufenster in der Innenstadt mit einem unbekannten Gegenstand zerstört haben. Später eintreffende Polizeibeamte habe er unter anderem als „Bastarde“ und „Hurensöhne“ beschimpft. Während dieser Taten hatte der Beschuldigte rund 1,6 Promille in seinem Blut.

Angeklagter zeigt sich wortkarg

Weiterhin wird dem Vorbestraften zur Last gelegt, im Februar dieses Jahres 33,32 Gramm Marihuana besessen zu haben. Die Betäubungsmittel seien in der Bad Berleburger Wohnung des Angeklagten sichergestellt worden. Der 22-Jährige, der sich zuletzt wegen Wohnungseinbruchdiebstahls und Einbruchdiebstahls in zwei Fällen im Jahre 2020 verantworten hat müssen, zeigte sich vor Gericht wortkarg. Sein Verteidiger Andreas Trode gab eine Erklärung für seinen Mandanten ab: „Es ist richtig, dass er sich aggressiv und zerstörerisch verhalten hat. Das war seinem Alkohol geschuldet.“ Und auch hinsichtlich des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetzes äußerte sich der Verteidiger: Das Marihuana sei von dem Angeklagten und dessen ehemaligen Mitbewohner zum gemeinsamen Konsumieren besorgt worden. „Was ist los mit Ihnen, dass Sie sich benehmen, wie eine offene Hose? Wie oft möchten Sie hier noch auf der Anklagebank sitzen?“, machte Oberamtsanwältin Judith Hippenstiel ihrem Ärger Luft.

Doch all das Fragen und Mahnen nützte nichts — denn sowohl Richter Hoffmann als auch Anklägerin Hippenstiel stießen bei dem Angeklagten auf Ignoranz.

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