Ehrung

Bad Berleburg: Bundes-Verdienstorden für Eberhard Friedrich

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Eberhard Friedrich im Gespräch mit WP-Redakteurin Ramona Richter. Der Fraktionsvorsitzende der CDU im Bad Berleburger Stadtrat tritt nach 36 Jahren in der Kommunalpolitik nicht mehr an.

Eberhard Friedrich im Gespräch mit WP-Redakteurin Ramona Richter. Der Fraktionsvorsitzende der CDU im Bad Berleburger Stadtrat tritt nach 36 Jahren in der Kommunalpolitik nicht mehr an.

Foto: Lars-Peter Dickel / WP

Düsseldorf/Bad Berleburg.  Eberhard Friedrich ist mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet worden, Ministerpräsiden Wüst würdigt den Politiker.

Der Bad Berleburger CDU-Kommunalpolitiker Eberhardt Friedrich ist am Mittwoch durch Ministerpräsident Hendrik Wüst mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet worden.

Mit dieser hohen Auszeichnung wird das jahrzehntelange ehrenamtliche politische Wirken Friedrichs in Bad Berleburg – aber auch im Zweckverband Region Wittgenstein – gewürdigt. Friedrich hatte sich vor der Kommunalwahl 2020 aus der aktiven Politik zurückgezogen, die er über 36 Jahre lang mit geprägt hat. Bei seiner Verabschiedung aus dem Stadtrat war Friedrich mit stehenden Ovationen von Parteifreunden, aber auch politischen Gegnern, gewürdigt worden.

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Diese Würdigung wird nun, zwei Jahre später, mit der Verleihung des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland unterstrichen. In der Begründung für die Auszeichnung nennt Ministerpräsident Hendrik Wüst die vielen Stationen Friedrichs und kommt zu dem Schluss: „Jahrzehntelanges Engagement im kommunalpolitischen und heimatlichen Bereich zeichnen Eberhard Friedrich aus. Von 1989 bis 2020 war er Fraktionsvorsitzender der CDU im Rat der Stadt Bad Berleburg. Fünf Jahre war er in der Gesellschafter-Versammlung BLB-Tourismus GmbH tätig. Das Wohl und die positive Entwicklung seiner Heimatregion lagen ihm stets am Herzen. Von 2007 bis 2020 war Friedrich Mitglied des Zweckverbandes der Region Wittgenstein und setzte sich dort für eine verbesserte interkommunale Zusammenarbeit ein.“

„Es hat mir immer Spaß gemacht!“

Eberhard Friedrich wurde von Bad Berleburgs Bürgermeister bei seinem Abschied aus der aktiven Politik gemeinsam mit seinem SPD-Kollegen Bernd Weide als Architekt des Bad Berleburger Weges genannt, auf den sich die Stadt in der schwierigen Zeit der Haushaltskonsolidierung stützen konnte. Friedrich selbst sagte damals: „Es hat mir fast immer Spaß gemacht. Ich bilde mir ein, dass wir viel haben erreichen können“.

Selbstkritisch fügte er aber auch hinzu, dass es bei zwei, drei Themen nicht gelungen sei, seine Ziele zu erreichen. Als Mitbegründer des Zweckverbandes Region Wittgenstein nannte er diesen stellvertretend und wünschte sich, dass dieser wieder den Stellenwert erhalten solle, den er verdiene.

Wüst würdigt Ehrenamt

Eberhard Friedrich war am Mittwoch eine von insgesamt acht verdienten Persönlichkeiten, die diese Auszeichnung für ihr Engagement und ihre herausragenden Verdienste um das Gemeinwohl erfahren haben. „Jede und jeder der acht Geehrten setzt sich mit herausragendem Engagement für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und das Wohlergehen der Mitmenschen in Nordrhein-Westfalen und weit darüber hinaus ein. Unabhängig davon, ob ihr ehrenamtlicher Einsatz der Region, der Zukunft des Berufsstandes, Menschen in Not oder der Aufarbeitung schrecklicher Taten der Vergangenheit gilt – das Engagement dieser Menschen ist ein Vorbild für uns alle und stärkt die Grundlagen unseres Zusammenlebens“, so Wüst.

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