Bürgermeister vor Ort

Bad Berleburg: Keine KAG-Gebühren für Wirtschaftswege

rotz strömenden Regens versammeln sich 30 Schüllar-Wemlighäuser zum Dorfrundgang mit der Verwaltung.

rotz strömenden Regens versammeln sich 30 Schüllar-Wemlighäuser zum Dorfrundgang mit der Verwaltung.

Foto: Lars-Peter Dickel

Schüllar-Wemlighausen.  In Schüllar-Wemlighausen wurde über Schlaglöcher und die Auslieferung der Gelben Tonnen gesprochen.

Schlaglöcher, Wirtschaftswege und der ehemalige Parkplatz des Naturparks waren Themen einer Premiere in der Reihe „Bürgermeister vor Ort“. Zum ersten Mal haben Bernd Fuhrmann und sein Team aus der Bad Berleburger Rathaus „Zwei auf einen Streich“ abgearbeitet. Auf ausdrücklichen Wunsch der Ortsvorsteher Doris Frank (Wemlighausen) und Andreas Meinecke (Schüllar) wurde das „Doppeldorf“ an einem Tag besucht. „Es gibt ja auch keinen Verein in den Orten, der nicht Schüllar-Wemlighausen in seinem Namen trägt“, machte es Andreas Meinecke im Gespräch mit der Redaktion deutlich. Vieles bearbeiten die Ortsvorsteher als Zweierteam.

Trotzdem gibt es ganz unterschiedliche Baustellen. In Schüllar ist da die Wasserversorgung auf dem Friedhof zu nennen und auch die Stützmauer am Polizeiweg mus s dringend fertig saniert werden. „Das ist ein Fünf-Jahres-Projekt“, sagt Meinecke und hat auch bei der Verwaltung offene Ohren gefunden.

Wirtschaftswege werden bald saniert

Helmut Franke aus Schüllar wollte zudem wissen, wann mit der Sanierung von Wirtschaftswegen zu rechnen sei und ob die Anlieger dafür mit KAG-Gebühren belastet werden. Darauf hatte Bernd Fuhrmann klare Antworten: „Wir gehen von mehreren Förderbescheiden aus und werden dann sofort mit der Umsetzung beginnen“, sagt Fuhrmann über das noch recht neue Förderprogramm des Landes NRW. Und zur Beteiligung von Bürgern über KAG sagt der Bürgermeister: „Ein ganz klares Nein. Die Wirtschaftswege waren auch nie Teil dieses Systems.“

Rothaarpark-Parkplatz wird zurückgebaut

Beim Rundgang durch Wemlighausen hielten das Verwaltungsteam und die rund 30 Bürger, die trotz Dauerregens gekommen waren, an der Kreuzung Schüllarhammer/Am Schulweg. Hier regt Ortsvorsteherin Doris Frank das Fällen einiger junger Bäume am Straßenrand hinter den Glascontainern an, um für mehr Verkehrssicherheit auf dem Schulweg zu sorgen. Sicherheit war auch das Thema im Bezug auf den alten Spiel- und Parkplatz des ehemaligen Naturparks Rothaargebirge. Aktuell ist die Fläche verpachtet, wie Manuel Spies für die Verwaltung erläutert. Und Tobias Feige ergänzt, das Spielgeräte zurückgebaut werden. Ein zusätzlicher Parkplatz für den Friedhof könnte hier entstehen.

Kompromisse für die Wirtschaft

Auch Schlaglöcher in den kommunalen Straßen boten Gesprächsstoff. Hintergrund sind die erhöhten Belastungen durch Lastwagen und Maschinen aus Forst- und Landwirtschaft. „Das sind die Kompromisse, die man eingehen muss, wenn man im Ort Unternehmen hat“, machte Bernd Fuhrmann deutlich.

Firmen und Arbeitgeber sind immer auch Gegenstand der Ortstermine der Verwaltung, die am Mittwoch unter anderem den Landmaschinenhändler und Stahlbauer Bollhorst in Wemlighausen, den Landwirt Karsten Frettlöh in Wemlighausen und Holz-Harth in Schüllar besuchte.

Gelbe Tonne kommt im November

Das mobile Bürgerbüro war in Schüllar-Wemlighausen erfolgreich: „Wir mussten zum ersten Mal sogar eine Wartezone einrichten“, formuliert es Christian l’Hiver von der Abteilung Bürgerdienste. Personalausweise wurden erteilt, Anträge ausgefüllt und Gelbe Säcke verteilt.

Auf die Frage, wann die Gelben Säcke Geschichte sind und durch die Tonne ersetzt werden, gab es ebenfalls eine Antwort: Anfang November sollen die ersten Ortschaften damit ausgerüstet werden, berichtet l’Hiver. Die Größe hänge dabei von der Größe der grauen Tonne ab.

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