Protestaktion

Bad Berleburg: Mit Yoga und Pilates gegen den Ukrainekrieg

| Lesedauer: 2 Minuten
Ute Dornseifer, Katrin Karger und Marion Nölling (von links) posieren für den Frieden in der Ukraine. Gemeinsam mit anderen Yoga- und Pilates-Kursteilnehmenden haben sie am Samstag in Bad Berleburg mit Gesundheitssport Geld für die Menschen in der Ukraine gesammelt und ein Zeichen gesetzt.

Ute Dornseifer, Katrin Karger und Marion Nölling (von links) posieren für den Frieden in der Ukraine. Gemeinsam mit anderen Yoga- und Pilates-Kursteilnehmenden haben sie am Samstag in Bad Berleburg mit Gesundheitssport Geld für die Menschen in der Ukraine gesammelt und ein Zeichen gesetzt.

Foto: Stefanie Alteheld / WP

Bad Berleburg.  „Bewegen für den Frieden“ ist in nicht nur ein Slogan. Im Bürgerhaus trafen sich Sportbegeisterte zu einer am Ende bewegenden Aktion.

Der Krieg in der Ukraine versetzt weltweit Menschen in Angst und Schrecken. Die Übungsleitungen des Netzwerks Gesundheit Wittgenstein – und diejenigen, die an ihren Kursen teilnehmen – bilden da keine Ausnahme. Um zumindest finanziell helfen zu können, riefen die Kursverantwortlichen kurzerhand zum Aktionstag „#Bewegen für den Frieden“ (die Westfalenpost berichtete).

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Aus einem bunten Potpourri verschiedener Yogastile, Pilates, High Intensive Interval Training und Full Body Cardio / Kraft Mix konnten Interessierte aus dem Wittgensteiner Raum wählen und ohne Anmeldung sportlich bzw. spirituell aktiv werden. Eine Meditation für den Frieden rundete den Ausklang in stiller Form ab.

Sparschwein für die Ukraine statt Teilnahmegebühr

Anstelle einer Teilnahmegebühr sollten alle nach dem jeweiligen Ermessen und den Kapazitäten des eigenen Portemonnaies spenden. Die gesammelte Summe wird dann vollständig für humanitäre Hilfe in der Ukraine weitergegeben (Aktion Deutschland hilft). Auch wenn es sich nicht um eine städtische Veranstaltung handelte, stellte die Stadt Bad Berleburg das Bürgerhaus zur Verfügung, damit sich corona-konform mehr Spendenwillige strecken und auspowern können. So hätten tatsächlich bis zu 50 Menschen je Kurs Platz gefunden, während in den netzwerkeigenen Räumlichkeiten nur zwölf hätten teilnehmen können.

Kopf ausschalten und achtsam sein

Katrin Karger, verantwortlich für das Angebot Vinyasa Yoga, wollte politische Diskussionen und um den Krieg kreisende Gedanken für ihre Kurseinheit nicht in den Fokus rücken. „Die Leute sollen den Kopf ausschalten können und achtsam den Samstag genießen“, wünschte sie sich im Vorfeld.

Insgesamt hätte sich Marion Nölling, Geschäftsführerin des Netzwerkes und so quasi Hauptorganisatorin des Aktionstages, regeren Zuspruch erhofft als es mit den durchschnittlich zehn Menschen pro Sequenz der Fall war.

Inzidenzwerte halten viele ab

Allerdings hätten die hohen Inzidenzen wohl etliche vom Besuch abgehalten; auch einige der eigenen Aktiven hätten sich im Vorfeld wegen Quarantäne ausklinken müssen. Auch so aber seien die selbstgesteckten Ziele erreicht worden.

Der Ausklang sei geradezu feierlich gewesen: „Wir haben eine sehr bewegende Friedens-Meditation erlebt, an der auch zwei geflüchtete Mädchen aus der Ukraine mit ihrer deutschen Bekannten teilgenommen haben. Sie haben sich für die herzliche Aufnahme bedankt.“ Eine Wiederholung sei nicht ausgeschlossen, resümierte Nölling am Ende dieses bewegenden Tages zufrieden.

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