Internet

Bad Berleburg: Schnelles Internet nun auch in Elsoff

Der Dorfladen in Elsoff bekommt einen direkten Glasfaseranschluss. Bürgermeister Bernd Fuhrmann (4. von rechts) und Manuel Spieß von der Stadt (rechts) haben sich vor Ort mit den Betroffenen aus Elsoff und den Vertretern von Westnetz und Innogy vor dem Laden getroffen.

Der Dorfladen in Elsoff bekommt einen direkten Glasfaseranschluss. Bürgermeister Bernd Fuhrmann (4. von rechts) und Manuel Spieß von der Stadt (rechts) haben sich vor Ort mit den Betroffenen aus Elsoff und den Vertretern von Westnetz und Innogy vor dem Laden getroffen.

Foto: Ramona Richter / WP

Elsoff.  In Zusammenarbeit mit Innogy hat die Stadt Bad Berleburg drei besonderen Adressen einen direkten Glasfaseranschluss ermöglicht.

Während so mancher die Sonnenstrahlen genießt, wird in Elsoff ordentlich gebaggert Der Grund? Schnelles Internet. Esloff ist nämlich nicht nur das Dorf, das lange Zeit am schlechtesten vernetzt war, sondern jetzt auch die erste Ortschaft im Bad Berleburger Stadtgebiet, die vom geförderten Ausbauverfahren der Kreisverwaltung Siegen-Wittgenstein profitiert. Heißt im Klartext: Internet im Highspeed-Verfahren. Und damit nicht genug: Neben dem geförderten FTTC-Glasfasernetz hat sich die Stadt in Zusammenarbeit mit dem Versorger Innogy für direkte Glasfaser-Anschlüsse zu besonderen Adressen engagiert, um die „digitale Dorfmitte“ voranzutreiben.

Besondere Adressen

Gleich drei Adressen werden somit vom Glasfaser-Anschluss profitieren: das Gemeindehaus, der Dorfladen und die Praxis von Dr. Hans-Peter Becker. Die Weichen für das Projekt wurden bereits gestellt. Am Dienstag vergangener Woche wurde mit den Bauarbeiten in der Dorfmitte begonnen. „Es ist, als wäre Weihnachten und Ostern zusammen“, freut sich der Elsoffer Mediziner Becker. „Wir haben lange darauf gewartet. Durch die fehlende Digitalisierung ist meine Praxis in der Vergangenheit an ihre Grenzen gekommen.“ Eine Zoom-Konferenz? Für den Arzt lange Zeit unvorstellbar. Doch das ändert sich nun. Und noch etwas: „Unter den neuen Bedingungen könnte sich auch meine Tochter vielleicht vorstellen, in zehn Jahren meine Praxis zu übernehmen.“

Ebenfalls froh über den neuen Highspeed-Anschluss ist auch Rüdiger Knebel vom Dorfladen „Insen Laare“ – dem Treffpunkt im Dorf. Dort werden seit längerem schon sogenannte Skype-Einkäufe angeboten. Nun soll dort auch ein freies WLAN eingerichtet werden. „Es war vor Corona bereits ein schöner Treffpunkt, wo man gemeinsam Zeit verbrachte, oder auf den Arzttermin wartete. Wir hoffen, dass durch den neuen Anschluss noch mehr möglich ist“, freut sich Knebel. Die Kosten für das Projekt von Stadt und Innogy? Rund 30.000 Euro. „Damit lösen wir unser Versprechen von damals ein“, freut sich auch Bad Berleburgs Bürgermeister Bernd Fuhrmann.

Lebenswerter Ort

Elsoffs Ortsvorsteher Bernd Marburger ist ebenfalls begeistert. „Das macht unser Dorf noch lebenswerter. Gerade junge Menschen wohnen gerne hier oder kommen nach dem Studium wieder zurück. Über Leerstände können wir uns hier in Elsoff nicht beklagen.“

Doch über die Internet-Verbindung wurde sich im Vorfeld immer mal wieder beklagt. „Bei uns gingen viele Anrufe von Bürgern ein, die fragten, wann es endlich soweit ist. Wann sie an der Reihe sind“, so Manuel Spies von der Stadt Bad Berleburg, der das Breitbandprojekt koordiniert. Was den geförderten Breitband-Ausbau betrifft, so zeigt sich Projektleiter Philipp Greb optimistisch: „In der kommenden Woche sollten auch die Hausanschlüsse fertig sein.“

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