Corona

Bad Laasphe: Händler brauchen dringend Unterstützung

Um die Gefahr einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu verringern sollen die Menschen Abstand voneinander halten.

Um die Gefahr einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu verringern sollen die Menschen Abstand voneinander halten.

Foto: Sven Hoppe / dpa

Bad Laasphe.  Bürgermeister Torsten Spillmann hält Bad Laasphes Bürger ausdrücklich an, sich an die neuen Regeln zu halten - auch beim Einkaufen.

Das Corona-Virus stellt den Alltag vieler Menschen zurzeit gehörig auf den Kopf. Keine Schule, keine Treffen mit Freunden oder Familie, keine Kultur- und Sportveranstaltungen, keine Restaurantbesuche, Homeoffice statt Arbeiten im Büro. Auch das Einkaufen hat sich stark verändert. Viele Läden müssen geschlossen bleiben.

Und die, die noch geöffnet sind, sind per Rechtsverordnung angewiesen, „die erforderlichen Vorkehrungen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts, zur Vermeidung von Warteschlangen und zur Gewährleistung eines Mindestabstandes von 1,5 Metern zwischen Personen zu treffen“.

Unterschiedliche Vorkehrungen getroffen

Die Einzelhändler in Bad Laasphe haben in den letzten Tagen unterschiedlichste Vorkehrungen getroffen, um diese Vorschriften einzuhalten. Vom Aushang entsprechender Hygienehinweise und der Bevorzugung von Kartenzahlung über Plexiglasscheiben im Kassenbereich, Abstandsmarkierungen auf dem Fußboden

und einer Einbahnregelung in den Verkaufsgängen bis hin zur Anwesenheit von Security sowie der Reduzierung und ständigen Desinfektion von Einkaufswagen reichen die Maßnahmen.

„Bei unseren Kontrollen haben wir festgestellt, dass wirklich alle Geschäfte im Rahmen ihrer Möglichkeiten mitwirken, um der weiteren Verbreitung der Krankheit entgegenzuwirken“, erklären Alwin Rothenpieler und Matthias Schmidt vom städtischen Ordnungsamt zufrieden. Das erleichtert auch Bürgermeister Dr. Torsten Spillmann. Er weiß, wie schwierig die aktuelle Lage auch gerade für die Wirtschaft ist.

Stationärer Handel hat Unterstützung nötig

„Umso mehr danken wir unseren Einzelhändlern, dass sie zurzeit alle an einem Strang ziehen.“ Die Bad Laaspher Bürger ermutigt er, auch weiterhin die notwendigen Dinge des täglichen Bedarfs in der Lahnstadt zu kaufen, denn: „Der stationäre Handel vor Ort hatte unsere Unterstützung noch nie so nötig wie

momentan.“ Ganz wichtig sei aber, dass die Kunden die neuen Regelungen in den Märkten auch akzeptierten und sich bei ihren Besuchen strikt daran hielten.

Dr. Spillmann: „Die Gewerbetreibenden sind gesetzlich verpflichtet, Maßnahmen zu ergreifen. Sie dienen zum Schutz von uns allen. Daher appelliere ich an die Bürgerinnen und Bürger: Seien Sie nicht sauer, wenn Sie vielleicht mal ein paar Minuten vor einem Geschäft warten müssen oder nur noch alleine und mit Einkaufswagen hineingelassen werden. Es geht um Ihre und unser aller Gesundheit.“

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Hinweise für das Einkaufsverhalten

Gleichzeitig ruft er dazu auf, das eigene Einkaufsverhalten an die neue Situation anzupassen: „Wir als Stadtverwaltung geben dafür folgende Hinweise:

· Gehen Sie alleine einkaufen!· Beachten und befolgen Sie die Hygienevorschriften und die (Abstands-)Regeln des jeweiligen Geschäftes!

· Nehmen Sie im Lebensmittelmarkt immer einen Einkaufswagen, auch wenn Sie vielleicht nur wenige Artikel kaufen möchten Durch ihn halten Sie automatisch Abstand zu anderen!

· Vermeiden Sie Hamsterkäufe! Sie sind unsozial und unnötig!· Wenn Sie zu einer Risikogruppe gehören, meiden Sie den Gang ins Geschäft, sondern bitten Sie Familienangehörige, Freunde oder Nachbarn, für Sie den Einkauf zu erledigen.

Wenn Sie niemanden haben, der Ihnen helfen kann, wenden Sie sich an die Infohotline der Stadt: 02752/909-153. Die Verwaltungsmitarbeiter vermitteln Ihnen dann Kontakte zu freiwilligen Helfern.“

Und auf noch etwas weist der Verwaltungschef hin: „Auch die Geschäfte, die derzeit leider geschlossen

sind, kann man unterstützen. Viele von ihnen haben einen Onlineshop oder einen Lieferdienst eingerichtet. Auf der Facebookseite ‚Bad Laasphe Homeshopping‘ gibt es dazu nähere Informationen.“ Das Ordnungsamt werde die Einhaltung der Vorschriften auch in den nächsten Tagen und Wochen genau kontrollieren. Wer die Regeln bricht, dem drohe ein Bußgeld. Dr. Spillmann: „Nur, wenn sich alle an die Vorgaben und Empfehlungen halten, können die Maßnahmen greifen.“

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