Hitzewelle

Bad Laaspher Feuerwehr rettet Fische im Kurpark

Bad Laaspher Feuerwehr füllt Teich im Kurpark auf

Bad Laaspher Feuerwehr füllt Teich im Kurpark auf

Foto: Feuerwehr Bad Laasphe / WP

Bad Laasphe.   Weil der Wasserstand im Teich des Kurparks für die Fische bedrohlich niedrig war, pumpte die Feuerwehr 18.000 Liter Wasser in den Teich.

Die Hitze macht allen zu schaffen – besonders leiden auch Fische und andere Lebewesen in kleineren Teichen und Tümpeln darunter, deren Lebensraum bei hohen Temperaturen zu verdunsten droht. So geschehen am Wochenende, als Bürger im Facebook-Forum „Unser Wittgenstein“ auf den schrumpfenden Teich im Kurpark hinwiesen. Die Diskussion verfolgte auch Dirk Höbener, Leiter der Bad Laaspher Feuerwehr, und entschloss sich zum Handeln.

„Wir haben das von uns aus entschieden, aktiv zu werden“, kommentierte Höbener am Montag die Rettungsaktion. „Mit ein paar Nachrichten via WhatsApp habe ich ein paar Kameraden erreichen können, die sich bereit erklärt haben, zu helfen“, berichtet er. Insgesamt sieben Feuerwehrleute kamen so zusammen. Gemeinsam pumpten sie 18.000 Liter Wasser – in etwa 120 Badewannen voll – in den Teich im Kurpark.


Sechs Touren zum Fischteich

Zweieinhalb Stunden waren sie damit beschäftig, sechs Touren wurden insgesamt gefahren. „Durch die anhaltende Trockenheit schrumpft auch der Wasserspiegel im Teich des Laaspher Kurparks und der Sauerstoff im Wasser nimmt ab. Damit es nicht zu einem Fischsterben kommt, haben wir mal einige Fuhren Wasser nachgekippt und dabei ordentlich belüftet. Die Teichbewohner nahmen es dankbar zur Kenntnis“, berichtete der Löschzug später auf Facebook – wo die Geschichte ihren Anfang nahm – von der Aktion. „Von den Bürgern wurde es wirklich sehr gut aufgenommen, es gab viele positive Kommentare“, sagt Höbener.


Nicht genügend Sauerstoff

Je kleiner ein Gewässer ist, desto schneller heizt es sich auf. Dadurch kann der von den Algen an der Oberfläche des Gewässers produzierte Sauerstoff nicht mehr in die unteren, kühleren Wasserschichten transportiert werden. Die Fische, die sich bevorzugt im tieferen und kühleren Wasser aufhalten, finden dann dort nicht mehr genügend Sauerstoff. Bildet sich bei anhaltender Wärme eine starke Algenblüte aus, sinkt sie zu Boden des Gewässers, so dass an der Oberfläche kein Sauerstoff mehr produziert wird und im tieferen Wasser kein Sauerstoff mehr existiert – dann ersticken die im Wasser lebenden Tiere.

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