Mitmach-Aktion

Bad Laaspher Grundschüler werden zu kleinen Zirkus-Artisten

Die Feuershow ist eines der Highlights in der Manege. Die Schüler streichen mit der Fackel über ihre Handfläche, später schlucken sie sogar die Flammen. Nur etwas für ganz Mutige.

Die Feuershow ist eines der Highlights in der Manege. Die Schüler streichen mit der Fackel über ihre Handfläche, später schlucken sie sogar die Flammen. Nur etwas für ganz Mutige.

Foto: Britta Prasse

Niederlaasphe  Grundschüler aus Bad Laasphe und Niederlaasphe werden im Zirkus „Rondel“ zu Artisten ausgebildet. Höhepunkt ist der Auftritt vor 600 Zuschauern.

. Sie machten spektakuläre Hebefiguren, brachten Tauben das Tanzen bei und schluckten sogar Feuer: Beim Mitmach-Zirkus „Rondel“ konnten Schüler jetzt zeigen, welche – vielleicht noch verborgenen – Talente in ihnen schlummerten. Insgesamt 125 Grundschüler von dem Schulstandort Niederlaasphe sowie die 3. Klassen der Grundschule Bad Laasphe tauschten diese Woche ihre Klassenzimmer gegen eine Zirkus-Manege. Am Freitag dann der Höhepunkt auf dem Sportplatz in Niederlaasphe: der Auftritt in einem echten Zirkus-Zelt, in dem 600 Zuschauer Platz finden. Ein Mal im Rampenlicht stehen, seine Kunst präsentieren und dafür jubelnden Applaus bekommen. Ein tolles Gefühl. Ein Erlebnis, auf das man stolz sein kann.

Jedes Talent findet seinen Platz

„Die Kooperation mit dem Zirkus ‘Rondel’ besteht schon seit einigen Jahren und wir sind immer wieder erstaunt, was am Ende dieser Woche herauskommt“, sagt Schulleiter Andreas Lachmann. „Jedes Kind kann etwas – und das möchten wir mit diesem Projekt vermitteln.“ Jede Stärke und persönliche Neigung wurde berücksichtigt und fand auf der Bühne Platz. Wer sportlich ist, war sehr gut bei den „Trampolin Boys“ aufgehoben; wer sich gerne mit Tieren beschäftigt, machte eine gute Figur als Tauben-Dresseur; wer mutig ist und gerne mal etwas Neues wagt, konnte sich als Fakir oder Feuerspucker ausprobieren; und wer gerne Faxen macht, der wurde – wie soll’s auch anders sein – in die Clown-Gruppe aufgenommen.

Eltern, Großeltern, Geschwister und Freunde klatschten und jubelten nach jedem erfolgreichen Sprung und schlugen die Hände vors Gesicht, als die kleinen Trapez-Künstlerinnen sich auf die Stange unterhalb der Zirkuskuppel schwangen. Wer vor lauter Nervenkitzel die spannendsten Momente nicht gesehen haben sollte: Kein Problem, einige Eltern hatten sich vorher extra Sitzplätze in der ersten Reihe reserviert, um mit professionellem Kamera-Equipment die komplette Show auf Video aufzuzeichnen. Ohne Netz oder doppelten Boden hangelten sich die Artistinnen durch die Luft. Einziger Halt waren die Hände von Marco Ortmann, einem anerkannten Trapezkünstler. Er sorgte bei der spektakulären Abschlussnummer der Galavorstellungen für Nervenkitzel im Publikum. Kaum vorstellbar, dass die fliegenden Kids nur knapp vier Tage Zeit hatten, ihre Nummer einzustudieren.

Über sich hinaus wachsen

Auch wenn nicht immer alles einwandfrei lief – manchmal fühlte sich die Taube auf dem Kopf der Dompteurin einfach wohler als auf dem Ring – überwog am Ende der Stolz auf die eigene Leistung. „Es ist schön zu sehen, dass manche Schüler hier plötzlich aus sich heraus kommen, was im Schulalltag so nicht vorkommt“, meint Lachmann. Und diese Erfahrung sei eine prägende, von der die Schüler noch langfristig profitieren werden.

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