Guter Zweck

Bad Laaspher Schüler sammeln über 7000 Euro für Afrika

Mit der Aktion "Dein Tag für Afrika" haben Schüler des Städtischen Gymnasiums über 7000 Euro für die Aktion Tagwerk gesammelt. Die Schülervertretung, Schulleiterin Corrie Hahn und der projektbetreuende Lehrer Sebastian Näther zeigen den Daumen oben.

Mit der Aktion "Dein Tag für Afrika" haben Schüler des Städtischen Gymnasiums über 7000 Euro für die Aktion Tagwerk gesammelt. Die Schülervertretung, Schulleiterin Corrie Hahn und der projektbetreuende Lehrer Sebastian Näther zeigen den Daumen oben.

Foto: Lars-Peter Dickel / WP

Bad Laasphe.  Der Einsatz für andere hat am Bad Laaspher Städtischen Gymnasium Tradition. Die Schüler haben über 7000 Euro für Kinder in Ostafrika gesammelt.

Die Schülerschaft des Städtischen Gymnasiums Bad Laasphe hat es erneut geschafft. Über 7000 Euro haben die Mädchen und Jungen von der fünften Klasse bis zur Oberstufe bei „Dein Tag für Afrika“ vor den Sommerferien zusammengebracht, um damit die Lernbedingungen von Kindern in Ostafrika zu verbessern.

Stolz präsentierte jetzt die Schülervertretung gemeinsam mit Lehrer Sebastian Näther und Schulleiterin Corrie Hahn das Ergebnis der großangelegten Aktion, bei der aber nicht nur die Schulkinder in Afrika Gewinner sind, wie Sebastian Näther erklärt: „Durch die Aktion haben wir zwei Ziele: Wir sammeln Spenden und die Oberstufenschüler können noch einmal in einen Betrieb reinschauen.“ So verbindet sich soziales Engagement mit dem Aspekt Berufsvorbereitung.

Jüngere mähen den Rasen, Ältere gehen einen Tag arbeiten

Dabei sind die Jugendlichen Teil der bundesweiten Aktion Tagwerk e.V., die auch die Spenden einsammelt und an Schulprojekte weiterleitet, wie Sebastian Näther als Projektbetreuer erläutert. Der Begriff Tagwerk

ist durchaus ernst zu nehmen, denn während die Jüngeren bei den Großeltern gegen eine Spende rasenmähen, suchen sich die Älteren eine Arbeitsstelle für einen Tag und spenden ihren Arbeitslohn. Oft kommen auf diesem Weg aber auch größere Spenden zustande, weiß Näther.

Wichtig ist neben dem Wunsch zu Helfen aber auch das Wissen, wofür man etwas tut. Hilfreich sei hier der ehemalige Schülersprecher Bekhit Wolde gewesen, dessen Familie aus Ostafrika stammt. „Hier musste niemand aufgefordert werden, der Drang, sich endlich wieder zu engagieren, war sehr groß“, so Näther. Auch die Schülervertretung bestätigt dies mit einem einstimmigen Votum, sich nach 2018 erneut mit einem „Tag für Afrika“ für die Altersgenossen auf dem anderen Kontinent einzusetzen.

Einsatz für andere hat Tradition

Sich einzusetzen hat ohnehin Tradition am Städtischen Gymnasium, dessen Schulgemeinde über viele Jahre hinweg das Solentiname-Projekt des berühmten nicaraguanischen Dichters Ernesto Cardenal begleitet hat. Motor dieses Projektes war der inzwischen pensionierte Lehrer Ulli Schmidt, der es mit Hilfe von Schülern, Eltern und Unterstützern immer wieder schaffte, jährlich 3000 Euro zu sammeln, um damit eine Lehrerstelle an einer Schule in Nicaragua sicher zu finanzieren.

Nachdem dieses vertraglich fixierte Hilfsprojekt ausgelaufen ist, hat sich das Gymnasium mit der Aktion Tagwerk und „Dein Tag für Afrika“ ein neues Unterstützungsprojekt gesucht und gefunden. Immerhin wurden 2018 bei der Premiere 11.000 Euro gesammelt. Von dieser enormen Summe waren alle überrascht, weil man von Spendenbeträgen von zehn Euro pro Person ausging.

Nicht selten seien aber auch 50, 100 und 200 Euro dabei gewesen. Außerdem engagierten sich auch die Unternehmen, in denen sich Schüler für Tagwerk um Arbeit bemüht hatten, über den „Stundenlohn“ hinaus. Aus diesem Tagespraktikum für den guten Zweck entwickelten sich aber auch langfristige Praktika, so dass auch der Nebeneffekt Berufsorientierung auszahlte.

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