Qualitätsbier

Brauerei Bosch wird mit „Slow Brewing“-Siegel ausgezeichnet

In NRW gibt es drei Brauereien, die das „Slow Brewing“-Gütesiegel tragen dürfen: die Brauerei Bosch, das Cölner Hofbräu Früh und die Privatbrauerei Moritz Fiege.

In NRW gibt es drei Brauereien, die das „Slow Brewing“-Gütesiegel tragen dürfen: die Brauerei Bosch, das Cölner Hofbräu Früh und die Privatbrauerei Moritz Fiege.

Foto: Wild + Team Fotoagentur GmbH

Bad Laasphe.  Als eine von drei Brauereien in NRW darf die Brauerei Bosch das Siegel „Slow Brewing“ tragen – und hebt sich damit von der Massenproduktion ab.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Die Brauerei Bosch ist als eine von drei Brauereien in Nordrhein-Westfalen mit dem „Slow Brewing“-Siegel ausgezeichnet worden. Es gilt als das strengste internationale Gütesiegel für Bier. Neben der Brauerei Bosch wurde noch das Cölner Hofbräu Früh und die Privatbrauerei Moritz Fiege ausgezeichnet.

„Das Gütesiegel beginnt da, wo das Reinheitsgebot aufhört“, so „Slow Brewing“-Gründer August Gresser. Für die Konsumenten bedeutet das: herausragender Geschmack und ein gutes Gewissen beim Genießen der traditionell langsam gebrauten Biere.

Qualitative Rohstoffe und behutsame Brauweise

Es war der typische Einheitsgeschmack von industriell gebrauten Bieren, der August Gresser dazu brachte, Slow Brewing aus der Taufe zu heben. „Meine Beziehung zum Lebensmittel Bier ist sehr liebevoll, sehr persönlich – und deshalb wollte ich schon als Braumeister Bier immer so gut machen, wie es nur geht. Mit Rohstoffen höchster Qualität, aber eben auch mit einer behutsamen Brauweise, die dem Bier guttut und damit auch den Menschen, die es konsumieren“, erzählt Gresser.

Die Slow Brewer geben ihren Bierspezialitäten mehr und immer die ideale Zeit zum Reifen. Zudem verzichten sie ganz bewusst auf die weit verbreitete nachträgliche Verdünnung des fertigen Biers (High Gravity Brewing). Bei verdünnten Bieren ergibt sich ein anderes Aromaprofil als bei Bieren mit Originalstammwürze, deshalb ist das High Gravity-Verfahren bei Slow Brewing ein absolutes No-Go. Die langsame und schonende Brauweise wirkt sich aber nicht nur positiv auf den Geschmack aus, es entstehen auch weniger sogenannte Fuselalkohole, als bei beschleunigten Herstellungsverfahren, die oft in der industriellen Massenproduktion zum Einsatz kommen.

Hygiene sowie Mitarbeiterpolitik und Umweltkriterien spielen eine große Rolle

Bei den strengen Brauerei-Audits wird die Qualität der Rohstoffe, der hygienische Zustand der Brauerei und die Art der Herstellung genauso unter die Lupe genommen, so wie das Verhalten gegenüber Mitarbeitern, Lieferanten und der Umwelt. Die Biergenießer bekommen durch das „Slow Brewing“-Siegel Orientierung und Sicherheit.

Insgesamt gibt es inzwischen 27 ausgezeichnete Brauereien in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Italien. Das gemeinsame Ziel der Slow Brewer ist es nicht, mit geringsten Kosten Bier herzustellen, sondern Bierliebhabern exzellente, charaktervolle Biere anzubieten, die länger reifen dürfen und die guttun. „Konsumenten erkennen die Biere an unserem Logo auf den Flaschenetiketten oder auf den Fässern“, erklärt Gresser.

Auf www.slow-brewing.com sind alle ausgezeichneten Brauereien zu finden.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben