Sommerbilanz positiv

Corona füllt Schwimmbäder Wittgensteins

In Bad Berleburg öffnete das Wellenfreibad erst verspätet am 27. Mai. Aber „schon im Juni waren überdurchschnittlich viele Besucherinnen und Besucher im Rothaarbad.

In Bad Berleburg öffnete das Wellenfreibad erst verspätet am 27. Mai. Aber „schon im Juni waren überdurchschnittlich viele Besucherinnen und Besucher im Rothaarbad.

Foto: Dagmar Hornung / WP

Bad Berleburg/Bad Laasphe.  Fast 50.000 Besucher stehen in der Bilanz der Schwimmbäder in Bad Berleburg, Bad Laasphe und Feudingen. Wir haben nach den Gründen gefragt.

Für die Wittgensteiner Freibäder war die Corona-Pandemie Fluch und Segen zugleich. Nur mit speziellen Hygienekonzepten und weiteren Einschränkungen wie Voranmeldungen oder begrenzten Besucherzahlen konnten die Bäder auf dem Stöppel in Bad Berleburg, im Wabach in Bad Laasphe und in Feudingen öffnen. Dafür aber wirkten sich die Reisebeschränkungen im Rahmen der Virusbekämpfung positiv aus. Zum Sommerurlaub zuhause gehörte auch der Schwimmbadbesuch.

Bad Berleburg

In Bad Berleburg öffnete das Wellenfreibad erst verspätet am 27. Mai. Aber „schon im Juni waren überdurchschnittlich viele Besucherinnen und Besucher im Rothaarbad und die Freibadsaison ist bisher sehr gut verlaufen“, sagt Manuel Spies von der Stadt Bad Berleburg.

In dieser Saison seien bisher rund 23.500 Gäste in Freibad und Hallenbad gezählt worden. „Wir bieten ja die kombinierte Nutzung an“, erläutert Spies. Dabei lag die Zahl in einzelnen Monaten sogar über der durchschnittlichen Besucherzahl der letzten vier Jahre. „Bei dem guten Wetter in den letzten drei Tagen waren täglich im Durchschnitt 300 Gäste im Freibad. Wir führen das – neben dem Sommerwetter – auch darauf zurück, dass unser Hygienekonzept funktioniert und wir ausreichend Platz im Freibad bieten können. Bei Gästebefragungen haben wir außerdem festgestellt, dass gerade in den Sommerferien regionale Freizeitangebote in den Fokus gerückt sind, weil die Reisemöglichkeiten beschränkt waren“, sagt Spies. Die meisten Gäste an einem Tag waren am 8. August im Freibad: insgesamt 809.

Auch bei der Akzeptanz der Corona-Regeln hat die Stadt Bad Berleburg positive Rückmeldungen: „Gerade jüngere Gäste im Schüleralter haben zum Beispiel das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung weitestgehend verinnerlicht und akzeptieren die Rahmenbedingungen. Hierfür bedanken wir uns bei allen Besucherinnen und Besuchern ausdrücklich.“

Unterm Strich wird die Besucherzahl in 2020 aber dennoch geringer ausfallen. „Dies liegt insbesondere daran, dass das Vereins-, Kurs- und Schulschwimmen und auch das Sauna-Angebot stark von den Corona-Einschränkungen betroffen ist“, erläutert Spies

Bad Laasphe

Auch in Bad Laasphe war es eine Saison mit vielen Herausforderungen. Nichtsdestotrotz zieht die Stadt Bad Laasphe ein positives Fazit. Sie ist froh, dass sie ihre Anlagen in Bad Laasphe und Feudingen überhaupt öffnen konnte, was nicht zuletzt auch den beiden Fördervereinen zu verdanken seit. Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie und auch des Wetters ist die Stadt zufrieden mit den Besucherzahlen, wenngleich diese nicht an die Vorjahre herankommen.

Das Wabach-Bad zählte vom 30. Mai bis 6. September (100 Betriebstage) 21.360 Besucher. Das Freibad in Feudingen zählte vom 1. Juli bis 6. September (68 Betriebstage) 3.502 Besucher.

„Wie gesagt können diese Besucherzahlen nicht an die Vorjahre heranreichen. Sie liegen unter dem Durchschnitt“, sagt Ann Kathrin Müsse von der Stadt Bad Laasphe. Dies hänge in allererster Linie mit der Corona-Pandemie zusammen. Die Bäder konnten erst später geöffnet werden als in den Vorjahren und die Anzahl der Besucher musste stärker reglementiert werden. „Die Stadt Bad Laasphe hat über Zeitfenster versucht zu gewährleisten, dass trotzdem möglichst viele Gäste die Chance auf einen Badbesuch haben.“ Erfreulich war: „In diesem Sommer besuchten viele Touristen die beiden Freibäder.“

Auch in den Bad Laaspher Bädern haben die Gäste die Einschränkungen akzeptiert: „Nach anfänglicher und nachvollziehbarer Skepsis ob der neuen Abläufe und Regeln waren die Rückmeldungen der Besucherinnen und Besucher durchweg positiv.“

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