Mal-Aktion

Corona: Wie sich Kinder gegenseitig die Angst nehmen

Johannes und Alexander Frettlöh (von links) haben in Wemlighausen einen Regenbogen gemalt und zeigen damit anderen Kindern, dass auch sie wegen dem Coronavirus zuhause bleiben müssen.

Johannes und Alexander Frettlöh (von links) haben in Wemlighausen einen Regenbogen gemalt und zeigen damit anderen Kindern, dass auch sie wegen dem Coronavirus zuhause bleiben müssen.

Foto: Privat

Wemlighausen.  „Ihr seid nicht allein!": Familie Frettlöh aus Wemlighausen beteiligt sich an der Regenbogen-Malaktion. So sollen Kinder die Situation verstehen.

„Alles wird gut!" steht auf der Einfahrt der Familie Frettlöh in Wemlighausen. Geschrieben in weißer Kreide. Darunter - ein großer, bunter Regenbogen, den Johannes (3) und Alexander (6) Frettlöh gemalt haben. Damit haben sie an der Regenborgen-Aktion teilgenommen, die derzeit im Umlauf ist. Sie zeigt den Kindern: Ihr seid nicht allein! Auch andere Kinder müssen wegen dem Coronavirus zuhause bleiben. Und sie vertreibt den Kindern die Langeweile. „Es ist eine tolle Aktion, die den Kindern hilft, diese besondere Situation zu verstehen“, sagt Bianca Frettlöh. In den sozialen Netzwerken habe die 36-jährige Lehrerin davon erfahren. „Eine Bekannte aus der Kita hat mir dann die Vorlage geschickt.“

Hoffnung, dass viele mitmachen

Schnell haben ihre zwei Jungs dann die Vorlage in die Tat umgesetzt. Dennoch: Gerade für den Dreijährigen ist ist es schwer zu verstehen, warum er derzeit nicht zu Oma und Opa darf und, warum er nicht mit seinen Cousins spielen kann. „Der Große aber versteht es schon soweit“, sagt die junge Mutter.

Noch habe sie keinen anderen Regenbogen gesehen. „Aber wir gehen aktuell auch nicht so oft spazieren. Wir haben das Glück, dass wir hier Wiese, Wald und viel Natur in der Nähe haben. In den eigenen Garten darf man ja.“ Sie wünscht sich, dass viele Kinder an der Aktion teilnehmen. Denn: „Man muss ihnen zeigen, dass sie keine Angst haben müssen, sondern ihnen die Situation mit schönen Dingen versuchen zu erklären.“

Schon vorher habe die 36-Jährige ihren zwei Söhnen ein Video gezeigt, in dem das Coronavirus anschaulich erklärt wird. „Es ist für uns alle eine ungewohnte Situation", sagt sie. Ihr Mann gehe derzeit noch arbeiten – sie kann das meiste von zuhause aus regeln – im Homeoffice. „In der kommenden Woche aber bin ich für die Notbetreuung wieder in der Schule.“ Dann passt ihr Mann auf die Söhne auf. Und wer weiß, vielleicht gibt es dann eine weitere tolle Aktion für Kinder.

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