Energie

Das Nabiwo-Projekt geht in die entscheidende Phase

Arbeitskreises Nahwärmenetzes Birkelbach-Womelsdorf bei der letzten  Mitgliederversammlung im dem Mai 2017.

Foto: NABIWO

Arbeitskreises Nahwärmenetzes Birkelbach-Womelsdorf bei der letzten Mitgliederversammlung im dem Mai 2017. Foto: NABIWO

Womelsdorf/Birkelbach.  Der Arbeitskreis Nahwärmenetz Birkelbach-Womelsdorf möchte die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie präsentieren.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Der Arbeitskreis Nahwärmenetz Birkelbach-Womelsdorf möchte am Mittwoch, 21. Juni, den Bewohnern der beiden Orte die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie präsentieren und lädt um 19 Uhr zu einer Bürgerversammlung in die Mehrzweckhalle Birkelbach ein.

In der Veranstaltung soll den Bürgern auf Grundlage der Machbarkeitsstudie ein konkretes Angebot für einen Anschluss an das Netz gemacht werden. Neben den wirtschaftlichen Zahlen für die angebotene Wärme sollen im Rahmen des Treffens eine mögliche Trassenführung sowie das technische bzw. organisatorische Betreibermodell und die geplante technische Ausführung dargestellt werden.

Experten geben Ratschläge

Zahlreiche Experten werden auf der Veranstaltung dem Arbeitskreis mit Rat und Tat zur Seite stehen. Neben den Ingenieuren der Studie sind dies u.a. die EnergieagenturNRW sowie Vorstände von anderen Nahwärmenetzen, welche jeweils von ihren Erfahrungen mit ähnlichen Projekten berichten können.

In zahlreichen Sitzungen hat der Arbeitskreis zusammen mit dem Ingenieurbüro iNeG aus Bad Iburg viele Varianten durchgespielt, durchgerechnet und wieder verworfen bis man nun zu einem attraktiven Resultat für die Birkelbacher und Womelsdorfer gekommen ist. Jedoch stellen die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie nur eine Momentaufnahmen dar. Entscheidend für die Realisierung ist die Anzahl der Hauseigentümer, die mitmachen. Dabei gilt: Je mehr Leute sich an das Nahwärmenetz anschließen, desto günstiger wird die Wärme für alle Teilnehmer.

Bei Berücksichtigung der aktuell interessierten Haushalte ist die Wärme des Nahwärmenetzes unter Betrachtung aller Kosten günstiger als die bisherigen Wärmequellen wie Heizöl, Pellets oder Strom. Neben der finanziellen Ersparnis winken den Anschlusswilligen weitere Vorteile wie weniger Aufwand für Wartung, Reparatur, Ölbeschaffung und Kosten für den Schornsteinfeger sowie eine große Preisstabilität der Wärme.

Bei der Ausarbeitung des Entwurfes hat der Arbeitskreis großen Wert auf ein innovatives Modell gelegt. Per Kraft-Wärme-Kopplung ist auch die Produktion von Strom geplant. Über ein ausgeklügeltes technisches Konzept sollen die Netzverluste minimiert werden. Zudem ist angedacht, die Haushalte per Glasfaser-Kabeln mit schnellem Internet zu versorgen. In die Machbarkeitsstudie sind dabei umfangreiche Vorarbeiten des Arbeitskreises geflossen: Der Wärmebedarf sowie die Heiztechnik der einzelnen Haushalte wurde über Erhebungsbögen umfassend abgefragt. Ferner wurde der komplexe Trassierungs-Entwurf selbst erarbeitet und beinhaltet umfangreiche Kenntnisse der örtlichen Situationen.

Gute Beteiligung erwünscht

Insgesamt würde sich der Arbeitskreis über eine hohe Beteiligung freuen, da das Ergebnis der Veranstaltung über den weiteren Fortgang des seit anderthalb Jahren intensiv erarbeiteten Projektes entscheidet. Von einem solchen Nahwärmenetz könnten die beiden Orte über Jahrzehnte intensiv profitieren, wie ein Blick auf andere Bioenergiedörfer zeigt.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik