Zeltlager

Feuerwehr-Nachwuchs schlägt sein Lager in Bad Berleburg auf

Die Sieger sind geehrt, das Lagerfeuer fast heruntergebrannt. Zum Abschied stellen sich alle Akteure zum großen Gruppenfoto für unsere Zeitung auf.

Die Sieger sind geehrt, das Lagerfeuer fast heruntergebrannt. Zum Abschied stellen sich alle Akteure zum großen Gruppenfoto für unsere Zeitung auf.

Foto: Ute Schlapbach

Bad Berleburg.  Feuriges Lagerleben: Rund 400 Teilnehmer reisten zum Zeltlager der Kreisjugendfeuerwehr in Bad Berleburg. Für die Organisatoren ein Kraftakt.

Feuerwehrmänner sind fürs Löschen zuständig. Manchmal müssen sie aber auch ein Feuer anzünden. Zwingend notwendig ist das auch bei der Eröffnung des Kreisjugendfeuerwehr-Zeltlagers, bei dem traditionell in einer riesigen Feuerschale ein Lagerfeuer brennt. Dieses nach „Kultur Pur“ zweitgrößte Event in Sachen Zelt-Ansammlung fand von Samstag bis Mittwoch am und oberhalb des Schulzentrums auf dem Stöppel statt. Zahlreiche Feuerwehrfahrzeuge standen dort. Aber keine Sorge: Passiert ist nichts.

Mehr als 400 Teilnehmer

Jugendgruppen aus Bad Berleburg, Freudenberg, Bad Laasphe, Hilchenbach, Netphen, Siegen und Wilnsdorf waren angereist – 377 Teilnehmer mit Betreuern, also mehr als 400 Personen aus dem gesamten Kreis Siegen-Wittgenstein. Veranstalter ist der Kreisfeuerwehrverband Siegen-Wittgenstein, die Organisation hat in diesem Jahr die Stadt-Jugendfeuerwehr Bad Berleburg übernommen.

Bei der Eröffnung am Samstagabend durch Sascha Lüdtke von der Kreisjugendfeuerwehr waren auch Stadtbrandmeister Rainer Schilling, Bad Berleburgs stellvertretender Bürgermeister Dietmar Beuter sowie Kreisbrandmeister Bernd Schneider vor Ort – und haben die Jugend wissen lassen: „Wir brauchen euch! Ihr seid die Zukunft der Feuerwehr!“

Logistische Meisterleistung

In den folgenden Tagen zeigte sich, welche logistische und organisatorische Meisterleistung das Team um die Stadtjugendfeuerwehrwarte Bad Berleburg Mario Schuppener, Sandra Böhl und Stefan Dreisbach – sprich „Lagerleitung“ – gemeinsam mit zahlreichen Helfern aus 17 Jugendgruppen auf die Beine gestellt hatte. Während beim Essen, für das Küchen-Team um den stellvertretenden Kreisjugendfeuerwehrwart Timo Florin zuständig war, auf Vegetarier, Muslime, oder Allergiker geachtet werden musste, kam es bei der Programm- und Freizeitgestaltung darauf an, Angebote für jedes Alter zu machen. Es gab sowohl „feuerwehrtypische“ als auch sonstige Aktivitäten für den Feuerwehrnachwuchs, der zwischen 10 und 17 Jahre alt war. Erstmalig nahm auch für eine Nacht eine Kinderfeuerwehr (Alter 6 bis 9 Jahre) aus Würgendorf (Burbach) teil.

Buntes Programm

Sehr gut angenommen wurde das Angebot, das Schieferschaubergwerk in Raumland und das Berleburger Schloss zu besichtigen. Des Weiteren standen Badminton, Lebendkicker, Beachvolleyball und Fußball auf dem Programm. Das Rothaarbad, zum Abschluss Schauplatz einer Lagerdisco, stand dem Feuerwehrnachwuchs für die gesamte Lagerzeit zur Verfügung.

Um Wasser ging es auch am Sonntag beim „Spiel ohne Grenzen“, das die Jugendfeuerwehr Wilnsdorf organisierte. In Fünfergruppen wurden jeweils fünf Stationen bewältigt und Punkte gesammelt. Dabei kam es vor allem auf Teamgeist, Schnelligkeit, Präzision, Gedächtnis und Fingerfertigkeit an.

Neue Sieger

35 Teams traten an. Den ersten Platz belegten „Die 6 Ballerlatten“ (Janek Bätzel, Fritz Benfer, Nick Benfer, Alexander Reen, Luis Riedesel und Franz Homrighausen) von der Löschgruppe Wunderthausen. Das Besondere: Die Gruppe nahm erstmalig am Zeltlager teil und feierte somit einen gelungenen Einstand. Platz 2 und 3 gingen an das „Obere Siegtal“ bzw. nach Irmgarteichen.

Auch bei den Turnieren räumten die zum Teil aus mehreren Löschgruppen Bad Berleburgs gemischten Teams ab: Platz 3 beim Badminton, ebenfalls Platz 3 beim Volleyball und Platz 1 beim Lebendkicker. Lohn der Mühe waren große Schnucktüten und Gutscheine für die Wisent-Wildnis.

Neben Siegerehrung und Verabschiedung gehörte auch das obligatorische Löschen des Lagerfeuers zum Ritual, bevor sich alle auf den Heimweg machten. Mit im Gepäck sind schöne Erinnerungen an die Tage des Kreisjugendfeuerwehrzeltlagers. „Und das ist die Hauptsache!“, findet nicht nur Mario Schuppener. und sein Orga-Team

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