Stünzelfest

Der Plan für das 187. Stünzelfest steht

Die Wahl zur „Miss Siegen-Wittgenstein“ gehört wie in jedem Jahr auch diesmal wieder zum Stünzelfest. Neben Kühen werden  dieses mal auch Pferde von Jungzüchtern gezeigt.

Die Wahl zur „Miss Siegen-Wittgenstein“ gehört wie in jedem Jahr auch diesmal wieder zum Stünzelfest. Neben Kühen werden dieses mal auch Pferde von Jungzüchtern gezeigt.

Foto: Landwirtschaftlicher Kreisverein Wittgenstein

Am Samstag, 1. Juni, findet das 187. Stünzelfest statt. Mit 150 Helfern wird das Fest derzeit vorbereitet, der Zeitplan steht schon fest.

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Stünzel. Das Stünzelfest wirft mit seinen umfassenden Vorbereitungen schon seine Schatten voraus. Am Samstag, 1. Juni, ist es dann so weit: Der Landwirtschaftliche Kreisverein Wittgenstein führt sein inzwischen 187. Tierschaufest auf dem Stünzel aus.

Die Vorbereitungen eines Stünzelfests laufen das gesamte Geschäftsjahr über. Alles soll genau auf den Punkt vom Organisationsteam mit all seinen vielen, inzwischen 150 Helfern gebracht werden. Ein weiteres Mal wird der Verein „Perspektive Zukunft“ , Verein zur Förderung der Kinder-Jugend-und Familienarbeit im Evangelischen Kirchenkreis Wittgenstein mit etwa 40 Helfern am Ort den Ordnungsdienst auf den Parkplätzen ausführen, beziehungsweise die vorgegebene Verkehrsführung überwachen.

Dies hat in den vergangenen Jahren sehr gut geklappt, darum werden sie auch weiterhin auf dem Stünzelfest zum Gelingen beitragen. Aufgrund der Auflagen des Ordnungsamtes werden wieder Busparkplätze ausgewiesen. Ob Malteser Hilfsdienst, Feuerwehr, Polizei, die Verantwortlichen für Elektronik und Beschallung, die Festwirtschaften, alles muss ineinander greifen.

Einzigartig aber ist, dass die ausstellenden Landwirte vor dem Fest selbst mit Hand anlegen, damit der Stünzelplatz den Anforderungen der Behörden entspricht und Sicherheitsrisiken minimiert werden. Und nicht zuletzt auch die vielen Schausteller, die den Stünzelplatz aus der Vogelperspektive wie einen bunten Fleck in der grünen Natur erscheinen lassen.

Vorjahressieger

Gleich 30 Jungzüchter bei Milchvieh und Fleischrinder werden sich mit

Ihren Tieren im Wettbewerb messen. Zuletzt ging der Titel „Miss Siegen-Wittgenstein“ an die Rotbunte „Atlantica“ aus dem Stall von Stefan Grenz aus Elsoff. Bei den Fleischrindern stellte Hartmut Scholl ,Erndtebrück, mit Seinem Fleckvieh Bullen „BW Diamant PP*“ den Siegerbullen „Mr. Stünzel“ und Ernst Hackler mit der Limousin Färse „Gedine PpSL“ das „Topmodel“. Diesmal werden auch Pferde von Jungzüchtern vorgestellt. Gleich acht Meldungen liegen vor: Die Zukunft scheint bei so viel jugendlichem Engagement sehr hoffnungsvoll zu sein.

Die Festfolge

Das Stünzelfest beginnt wie in jedem Jahr traditionell um 7 Uhr mit dem Auftrieb der Tiere. Um 8 Uhr beginnt das Richten der Tiere, nachdem die Preisrichter ein deftiges Frühstück genossen haben. Gleich gegen 8 Uhr soll der Jungzüchterwettbewerb durchgeführt werden, zwischen 11 Uhr und 12 Uhr werden die Preisrichter bei den Fleischrindern die besten Tiere zum Topmodel bei der Jugend sowie Mr. Und Mrs. Stünzel wählen.

Um 12 Uhr ist die offizielle Eröffnung der Tierschau mit Grußworten auch von Ehrengästen. Zum Hauptehrengast und Ehrenredner wurde in diesem Jahr Karl Werring aus Sendenhorst, Präsident der Landwirtschaftskammer NRW gewonnen. Viele weitere prominente Besucher sind geladen. Im Anschluss an die Grußworte werden die neuen Ehrenmitglieder mit einer Ehrenurkunde ausgezeichnet.

Dann schließlich der absolute Höhepunkt dieser Veranstaltung: die Vorführung der prämierten Tiere und die damit verbundene Preisverteilung – Ehrengaben und Siegerkränze werden überreicht. Vor allem der Gang um das Rondell ist auch für den Züchter der Lohn. Wie schon in den vergangenen Jahren findet auch in diesem Jahr eine Verlosung statt, organisiert vom Rinderzuchtverein Siegen-Wittgenstein. Neben noch anderen hochwertigen Sachpreisen gibt es als Hauptpreis ein Kalb mit hervorragender Abstammung zu gewinnen.

Die Lose dafür sind am Stand der RUW und am Richtring für das Milchvieh erhältlich. Der Landwirtschaftliche Kreisverein Wittgenstein weist daraufhin, dass dieses Tier nur dort landet, wo es artgerecht und den Vorschriften des Kreisveterinäramtes genügen.

Bei der Siegerehrung wird der Gewinner des Hauptpreises bekanntgegeben. Inzwischen Kult ist der einzigartige Jahrmarkt, der im Laufe der Jahre auf über 230 Aussteller angewachsen ist und auch beim Stünzelfest wieder zahlreiche Waren im Angebot haben wird.

Einer der ältesten Vereine im Raum

Der Landwirtschaftliche Kreisverein Wittgenstein ist mit seinen 1250 Mitgliedern und 165-jährigen Geschichte einer der ältesten Vereine im Raum. Entstanden ist er aus der Not heraus: Um das Jahr 1832 herrschte wirtschaftliches Elend. Durch den Zusammenschluss der Vereinsmitglieder konnten die neuesten Erkenntnisse in Ackerbau und Viehzucht auf kurzem Weg weitergegeben und vermittelt werden.

Bildung war angesagt, und aus damaliger Sicht bemerkenswert, hatte man schon damals die Weitsicht, dass Verkehrsanbindungen von größtem Wert sind, um neue Absatzmärkte zu erschließen. So ist es nicht verwunderlich, dass auch das Stünzelfest davon profitiert hat, denn von Jahr zu Jahr wurde der Einzugsbereich der Besucher immer größer.

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