Kommunalwahl

Die PARTEI: „Für Bad Laasphe reicht’s“

Die Partei Bad Laasphe um ihren Vorsitzenden René Pomrehn (Mitte) stellen ihr Wahlprogramm für die Kommunalwahl 2020 vor.

Die Partei Bad Laasphe um ihren Vorsitzenden René Pomrehn (Mitte) stellen ihr Wahlprogramm für die Kommunalwahl 2020 vor.

Foto: Die PARTEI Bad Laasphe / WP

Bad Laasphe.  Auch Die PARTEI mischt in der Wahl in Bad Laasphe mit und hat ihr Wahlprogramm vorgestellt. Neben Satire sind auch ernste Themen zu finden.

Es ist umfangreich, das Programm der noch jungen Bad Laaspher Partei „Die Partei“. „Wir haben uns in den letzten Tagen viele Gedanken gemacht, wie wir die Politik vor Ort gestalten werden. Herausgekommen ist unser Konzept unter dem Titel ,Für Bad Laasphe reicht’s’“, so Vorsitzender René Pomrehn.

„Wohin soll die Reise gehen? Lassen wir den Zug vielleicht lieber im öden Bahnhof oder gar auf freier Strecke direkt hinterm Rathaus stehen, während wir aus altbackenen Abteilen durch trübe Fenster weiterhin auf parteipolitisches Tunneldenken, Hinterzimmergeklüngel und Spillmannswerk starren?“, so die Partei.

Heimat

Wittgensteiner Platt soll zweite Amtssprache werden, Bosch Pils und Wittgensteiner Krüstchen werden Kulturgüter und der Zusammenschluss mit Bad Berleburg und Erndtebrück zu einer „Gemeinde Wittgensteiner Land“ – das sind nur einige der Themen, die sich die Parteimitglieder in Sachen „Heimat“ vornehmen wollen.

Umweltschutz

„Wir sagen Nein zu Massentierhaltung und dafür Ja zu Massenbierhaltung“, so das Wahlprogramm. „Auf die Errichtung ,moderner Kunstwerke’ in der Natur oder das radikale Abmähen unbewirtschafteter Grünflächen soll verzichtet werden“, heißt es weiter. Außerdem fordert die Partei mehr Insektenhotels,

Wildwiesen und Totholzflächen. Auch die Abkehr von Monokulturen steht im Programm: „Die Zukunft gehört der Mischbepflanzung. Aufgrund der Erderwärmung sollen dabei auch Palmen und Zitrusbäume in heimischen Wäldern ihren Platz finden.“ Auch in Sachen Wisente haben sich die Parteimitglieder Gedanken gemacht: „Wir fordern ein Gehege für Sauerländer Waldbauern statt für Wisente.“

Jugend und Soziales

„Mehr öffentliche Spiel- und Bolzplätze, mehr Freiflächen und hier und da auch ein großes Bällebad“, brauche Bad Laasphe, so die Partei. Auch für Treffpunkte und Rückzugsmöglichkeiten für Jugendliche wolle sie sich einsetzen, ebenso für die Abschaffung von Kita-Gebühren. Kostenloses Schulobst und Schulmilch

für Schüler fordern die Parteimitglieder ebenfalls – „für die Oberstufe wahlweise auch Schulbier“.

„Wir machen uns stark für eine Absenkung des Wahlalters auf 14 Jahre. Wer in den Knast gehen kann, sollte auch wählen dürfen“, heißt es weiter im Wahlprogramm. Auch fordert die Partie ein tragfähiges medizinisches Versorgungskonzept wie ein Medizinisches Versorgungszentrum.

Gleichstellung

„Wir wollen Gleichberechtigung im Alltag fördern und sichtbar machen. Menschen mit körperlichen und geistigen Handicaps meistern in ihrem Alltag ohnehin viele Herausforderungen. Unsere Kommune muss

deshalb noch mehr bauliche Hürden im öffentlichen Raumbeseitigen“, so die Partei. Außerdem sollten mehr Straßen nach Frauen benannt werden: „Man kann die Königstraße in Königinstraße und in ein paar Jahren in Arbeiterinnen- und Bäuerinnenstraße umbenennen.“

Digitalisierung

„Bürgerdienste aus dem Rathaus sollen grundsätzlich auch online abrufbar sein. Und dabei auch noch

konsequent von Anfang bis Ende. Da sind noch nicht alle Abläufe auf digital getrimmt“, machen die Parteimitglieder im Wahlprogramm deutlich.

Das vollständige Wahlprogramm ist online unter www.diepartei-badlaasphe.de einzusehen.

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