Politik

Bad Laasphe: Satire-Partei will Wahlkampf 2020 aufmischen

Der frisch gewählte PARTEI-Vorstand: René Pomrehn (Mitte vorn), Tobias Wied, Schatzmeister Markus Schmidt und Ali Mohamed Haji, mit dem Bild des Parteivorsitzenden Martin Sonneborn.

Der frisch gewählte PARTEI-Vorstand: René Pomrehn (Mitte vorn), Tobias Wied, Schatzmeister Markus Schmidt und Ali Mohamed Haji, mit dem Bild des Parteivorsitzenden Martin Sonneborn.

Foto: Eberhard Demtröder

Bad Laasphe.  In Bad Laasphe gibt es nun einen Ortsverband der Satirepartei „Die Partei“. Von einem Erfolg bei der Kommunalwahl sind die Mitglieder überzeugt.

Achtung, Satire: „Die PARTEI“, 2004 von Redakteuren des Magazins „Titanic“ gegründet, ist jetzt auch in Bad Laasphe mit einem Ortsverband vertreten.

Bei der Gründungsversammlung in der „Ratsschänke“ des Wittgen­steiner Hofes wählten die sechs bereits bestätigten Bad Laaspher PARTEI-Mitglieder René Pomrehn zum 1. Vorsitzenden, Tobias Wied zum 2. Vorsitzenden und Markus Schmidt zum Schatzmeister. Als Versammlungsleiter fungierte Ali Mohamed Haji. Die Verbandsspitze verweist auf insgesamt acht Mitglieder, darunter zwei „noch auf Antrag“.

Die Eckpunkte

„Die PARTEI“ möchte zur Kommunalwahl am 13. September 2020 mit den folgenden „Eckpunkten“ in Bad Laasphe antreten:

Mehr direkte Bürgerbeteiligung durch Bürgerbefragungen und Volksabstimmungen

Schaffung einer nachhaltigen und barrierefreien Infrastruktur

Mehr Einfluss auf die Gesetzgebung in Bund und Land

Eine Schutzzone für verfolgte Waschbären

Burka-Pflicht für AfD-Anhänger.

Der Wahlkampf

Auf den Wahlkampf darf man mit Recht gespannt sein. Versammlungsleiter Haji ist überzeugt, dass „wir unser Programm so nicht durchsetzen“, sagt er mit todernster Miene. Sicher: „Die PARTEI“ wolle „mitbestimmen“, doch „unsere ernsthaften Absichten – das ist halt die Satire“, wie sie in TV-Sendungen wie die „heute-show“ oder „Extra 3“ gepflegt werde.

„Man muss die beiden Parteien nicht fusionieren“, sagt Haji zu einer denkbaren „Koalition“ mit einer angedachten UWG, deren Gründerinnen Christa Schmeltzer und Birgit Becker der Versammlung interessiert beiwohnten. Aber wie wäre es mit einer „gemeinsamen Liste“? Hajis Credo auf jeden Fall für alle, die nach politischen Alternativen zu den etablierten Parteien suchen: „Besser ,Die PARTEI‘ als die AfD.“ „Die anderen Parteien werden uns nach und nach die Wähler in die Arme treiben“, ist Markus Schmidt zuversichtlich, was den künftigen Erfolg betrifft.

Der Stammtisch

Vorläufig plant „Die PARTEI“ einmal monatlich einen Stammtisch und eine Vorstandssitzung, möchte dann aber irgendwann auch tatsächlich in den Wahlkampf einsteigen.

Die Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative – kurz: Die PARTEI – ist eine deutsche Kleinpartei. Im Europäischen Parlament ist sie durch ihren Parteivorsitzenden Martin Sonneborn sowie Nico Semsrott vertreten.

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