Blutspenden

DRK warnt vor Engpässen bei Blutkonserven

Die Spender erhalten für die geleistet Spende ein Präsent des Blutspendedienstes

Die Spender erhalten für die geleistet Spende ein Präsent des Blutspendedienstes

Foto: Carolin Battenfeld

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Wittgenstein.Der DRK-Blutspendedienst West, eine Einrichtung des Deutschen Roten Kreuzes, wendet sich mit einer dringenden Bitte an alle Blutspender der Blutgruppe 0. Die lange Zeit der bereits vergangenen Ferienwochen wirken sich stark auf die Lagersituation der Blutspenden und auf die Versorgung der Krankenhäuser mit Blutkonserven aus.

Nach DRK-Angaben werden im Versorgungsgebiet (Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland) täglich mindestens 3000 Blutspenden benötigt, um die Belieferung der Krankenhäuser sicher zu stellen.

Die „Komfortzone“ läge hier jedoch bei einem Drei-Tages-Vorrat, um jederzeit auf einen steigenden Blutbedarf oder Krankheitswellen reagieren zu können. Die derzeitige Lagersituation, insbesondere der Blutgruppe 0 Rhesus negativ, liegt jedoch bei unter einem Tag und somit in einem „durchaus kritischen Bestand“.

Warum Blutgruppe 0?

„Die Blutgruppe 0 Rhesus negativ ist deshalb so wichtig und wertvoll, weil nur sechs Prozent der Bevölkerung diese Blutgruppe hat, sie jedoch bei beinahe allen Patienten eingesetzt werden kann. Sie spielt gerade in der Notfallmedizin und der Bevorratung in Krankenhäusern eine große Rolle. Aber auch der Bestand der Blutgruppe 0 Rhesus positiv sinkt derzeit täglich“, berichtet Thomas Bödeker, Geschäftsführer des DRK-Blutspendedienstes West und ergänzt: „Medizinische Notfälle und kritische Behandlungen machen nicht bei Ferien halt. Patienten sind jeden Tag auf lebensrettende Bluttransfusionen angewiesen“.

Deshalb ruft der DRK-Blutspendedienst West alle gesunden Menschen der Blutgruppe 0 (mit dem Rhesus- Faktor positiv oder negativ) auf, jetzt Blut zu spenden. Durch die geringe Haltbarkeit von Blut können keine langfristigen Vorräte angelegt werden.

Besonders wichtig ist die Versorgung der Patienten mit den kurzlebigen Blutplättchen (Thrombozyten). Diese können nur aus frischen Blutspenden gewonnen werden und sind nur wenige Tage haltbar.

Aber auch Menschen anderer Blutgruppen und insbesondere Menschen, die bislang noch nie Blut gespendet haben, sollten die Möglichkeit der heimatnahen Blutspende zeitnah nutzen.

Denn eine sichere Versorgung mit Blutpräparaten gehört zu den grundlegenden medizinischen Vorsorgemaßnahmen im Gesundheitswesen. Eine der sinnvollsten Möglichkeiten, schwerkranke Patienten zu unterstützen, besteht deshalb ganz praktisch darin, regelmäßig Blut zu spenden.

Wie kann ich helfen?

Blut spenden kann jeder ab 18. Jahren, Neuspender bis zum 69. Geburtstag. Zur Blutspende muss ein amtlicher Lichtbildausweis mitgebracht werden. Männer dürfen sechs Mal und Frauen vier Mal innerhalb von zwölf Monaten Blut spenden. Zwischen zwei Blutspenden müssen 56 Tage liegen.

Für alle, die mehr über die Blutspendetermine in Wohnortnähe erfahren wollen, hat der DRK-Blutspendedienst West eine kostenlose Hotline geschaltet. Unter werden montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr alle Fragen beantwortet. Informieren Sie sich unabhängig davon im Internet unter

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