Erntedankgespräche

Ederauenkonzept wird akzeptiert - Düngeverordnung nicht

Am Ort des Geschehens an einem Wehr in den Ederauen bei Schwarzenau machen sich Umweltdezernent Arno Wied, Tim Hellinger von der Unteren Naturschutzbehörde, Kreislandwirt Lothar Menn, der Abteilungsleiter Bauen der Stadt Bad Berleburg Wolfgang Grund und Landwirt Karl-Heinz Grenz (von links) in einem ungemähten Uferrandstreifen. Tim Hellinger in einem ungemähten Stauden bestandenen Ederrandstreifen.

Am Ort des Geschehens an einem Wehr in den Ederauen bei Schwarzenau machen sich Umweltdezernent Arno Wied, Tim Hellinger von der Unteren Naturschutzbehörde, Kreislandwirt Lothar Menn, der Abteilungsleiter Bauen der Stadt Bad Berleburg Wolfgang Grund und Landwirt Karl-Heinz Grenz (von links) in einem ungemähten Uferrandstreifen. Tim Hellinger in einem ungemähten Stauden bestandenen Ederrandstreifen.

Foto: Lars-Peter Dickel / WP

Siegen-Wittgenstein.  Landrat Andreas Müller betont die Kompromisse zwischen Landwirten und Politik. Die Bauern aber fordern Nachbesserungen.

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Das Ederauenkonzept gilt Vertretern von Kreis und Landwirtschaft als Erfolg. Beim Erntedankgespräch von Vertretern der Land- und Forstwirtschaft mit dem Landrat im Kreishaus ging Landrat Andreas Müller noch weiter: „Es war ein mühsames Arbeiten, aber jetzt sind Zwischenergebnisse vorzeigbar. Diese sind auch mit Fördermitteln hinterlegt und warten auf eine Umsetzung. Der Förderbescheid des Landes zu den vereinbarten Maßnahmen liegt bereits vor.“

Problem Düngeverordnung

Schwieriger gestalteten sich die Entwicklungen in der Düngeverordnung. Kreisverbandsvorsitzender Henner Braach warb um Verständnis bei den Vertretern des Kreises: „Wenn wir in dieser Region Nitratbelastungen senken sollen, die hier nicht vorhanden sind, dann halten wir das für sinnlos.“ Die Vertreter der Landwirtschaft betonten, dass ein Umsetzen der Gülleverordnung nach dem „Gießkannenprinzip“ keinen Sinn mache und in der Bergregion des Sieger- und Wittgensteiner Landes ein Wirtschaften nahezu unmöglich mache. Die Gestaltungsmöglichkeiten des Landes NRW nach der Länderöffnungsklausel sollten unbedingt dort Verbesserungen festsetzen, wo Nitratbelastungen des Grundwassers auch durch die Landwirtschaft verursacht seien – dies sei aber im Ganzen Kreis Siegen-Wittgenstein nicht der Fall. Der Landrat teilt diese Auffassung und sagte zu, sich beim Land dafür einzusetzen, die Frage der Nitratbelastung differenziert zu betrachten.

Sorge um den Wald

Große Sorgen machten sich alle um die Zukunft des heimischen Waldes. Man erwarte nach der großen Käferkalamität mit stark geschwächten Waldrändern weitere große Sturmschäden. Hier rechtzeitig für geeignete Nasslagerplätze zu sorgen liegt auch im Interesse des Kreises, betont der Landrat. Dezernent Arno Wied verwies auf eine bereits gegründete Arbeitsgruppe des Kreises, an der sich neben den Fachbehörden künftig auch die Land- und Forstwirtschaft beteiligen kann.

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