Offene Gartenpforte

Einblick in die Schätze privater Wittgensteiner Gärten

Viele Interessierte kamen in einen oder mehrere der fünf Gärten um sich inspirieren zu lassen oder Tipps zu erhalten.

Viele Interessierte kamen in einen oder mehrere der fünf Gärten um sich inspirieren zu lassen oder Tipps zu erhalten.

Foto: Bastian Grebe

Weidenhausen/Sassenhausen/Berghausen.  Beim Tag der offenen Gartenpforte in Weidenhausen, Sassenhausen und Berghausen dürfen Besucher in privaten Gärten stöbern.

Vor über 20 Jahren wurde in Deutschland eine Idee, die ursprünglich aus England stammt, von Gartenfreunden entdeckt und übernommen. Seit dieser Zeit findet die Aktion der offenen Gartenpforte bei immer mehr privaten Gartenbesitzern Gefallen und das Interesse, hinter fremde Gartenpforten zu schauen, wächst – so auch am vergangenen Wochenende in Weidenhausen, Sassenhausen und Berghausen: Die Gartenbesitzer und Kleingärtner erlauben Interessierten einen privaten Einblick in die sonst so gut gehüteten Geheimnisse und Schätze ihrer Bauerngärten.

„Den Garten betritt man nicht mit den Füßen, sondern man begeht ihn mit dem Herzen“ – Unter diesem Motto öffneten auch am Sonntag einige private Gartenbesitzer aus Weidenhausen, Sassenhausen und Berghausen ihre Gartentüren. Dass das Herz im Garten eine wichtige Rolle spielt, konnten die Besucher in allen teilnehmenden Gärten schon an der Gartenschwelle spüren.


Verschiedene Schwerpunkte

Mit viel Herzblut und Liebe wurden die fünf blühenden Wohlfühloasen über viele Jahre gehegt und gepflegt. Dabei war der Schwerpunkt in den Gärten sehr unterschiedlich.

Im Hofgarten von Familie Höse in Weidenhausen wachsen zwischen Naturstein und Trockenmauern verschiedene Gewächse. Überall um Wohnhaus und Scheune sind bunte Pflanzen zu finden, die den Garten ganzjährig zu einer Besonderheit machen. Familie Nattkaemper aus Berghausen schuf ihren wilden Garten nach der Zerstörung des alten Fachwerkhauses durch einen Brand.

Heute schmückt ein detailgetreues Modell dieses Hauses den Garten mit seinen vielen Pflanzen sowie dem liebevoll angelegten Gartenteich. Dieser Teich bietet einen wertvollen Lebensraum für Lurche, Kröten und Libellen. Familie Nattkaemper findet Entspannung im eigenen Garten, der zum ersten Mal zu besichtigen war.

Zwischen Berghausen und Aue liegt das Schmallenbergerhaus der Familie van der Werf. Auf über 5000 Quadratmetern haben die gebürtigen Holländer einen Traumgarten und einen praktischen Nutzgarten miteinander vereint. Hessy van der Werf beschreibt die Pflege ihres Gartens: „Es ist nie fertig und es muss immer was Neues gemacht werden.“ Man sieht ihr die Freude an, wenn sie über die letzten 14 Jahre Arbeit spricht. Sie öffnete ihren Garten bereits zum fünften Mal in Folge. Frau van der Werf freute sich, dass in diesem Jahr der Tag der offenen Gärten im Juni stattfindet, denn im letzten Jahr war der Termin im August.


Besucher kaufen Erzeugnisse

So fanden Besucher den Garten in einem jungen, blühenden Zustand. Familie van de Werf verarbeitet alle ihre Erzeugnisse i

m eigenen Haushalt. Die Besucher konnten einige dieser Erzeugnisse auch kaufen. In Sassenhausen steht der Wohlfühlgarten der Familie Henk. Der landwirtschaftliche Biohof mit Mutterkühen und Legehennen wird durch einen umgestalteten Garten ergänzt.

Ebenfalls in Sassenhausen finden Besucher den Kapellengarten der Familie Geier von Salisch. Dieser Garten dient als Selbstversorgungsgarten mit alten Gemüse- und Kartoffelsorten. Auf der angrenzenden Obstwiese scharren seltene Hühnerrassen.

Alle Inhaber der fünf Gärten sorgten für ihre Gäste mit Getränken und kleinen Snacks. Teilweise konnten vor Ort Hof- und Gartenerzeugnisse erworben werden.

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